Die wilden 20er sind nun vorbei

„Thirty and fabolous“: Adele. Foto: AP

„Thirty and fabolous“: Adele. Foto: AP

Ganze sechs Jahre mussten Fans auf das neue Album von Adele warten, am Freitag erschien es endlich. WANN & WO hat reingehört.

So richtig weiß man ja nicht, warum Adele eigentlich noch Musik macht. Nicht, weil die nicht gut wäre. Sondern weil die Britin praktisch schon alles erreicht hat, was man als MusikerIn nur erreichen kann: Sage und schreibe 75 mal Platin, zweimal sogar Diamant. 15 Grammys, ein Oscar und ein Golden Globe. Die Liste ließe sich noch einige Zeitungsspalten lang weiterführen, aber die Botschaft dürfte bereits klar sein: Was Adele anfasst, wird zu Gold. Und so dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch ihr neues Album „30“ zu Edelmetall wird.

Ruhiger und getragener

Das Album startet mit „Strangers By Nature“ dann auch, wie es Adele gebührt: Mit wenig Musik und viel Raum für die außergewöhnliche Stimme der Sängerin, die dann auch zugleich von den tiefsten Tiefen in die höchsten Höhen klettert. Über weite Teile klingt „30“ sehr jazzig und trägt zurück in die 1960er Jahre. Das Stück „Oh My God“ sticht mit seiner Schnellig- und auch Tanzbarkeit aus dieser Linie heraus, ebenso „Can I Get It“, das mit seinem Gitarren-Rhythmus anfangs gar an Britpop à la Oasis erinnert. Insgesamt überwiegen aber die ruhigen Stücke, die getragene Atmosphäre und ja, irgendwie die Gesetztheit und Ruhe, die durchaus neu ist. Aber schließlich ist Adele auch keine „25“ mehr, sondern bereits über „30“.

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