Sinnsuche mit Synthie-Sound

Ich, wo bist du? Peter Mathis sucht auf „Stranger’s Life“ sich selbst. Foto: privat

Ich, wo bist du? Peter Mathis sucht auf „Stranger’s Life“ sich selbst. Foto: privat

Der „Sound@V“-Gewinner Peter Mathis alias Peter The Human Boy hat sein zweites Album veröffentlicht. „Stranger’s Life“ erzählt von der Suche nach sich selbst – und vom Finden.

Jede Reise braucht ihren Soundtrack. Der von Peter Mathis’ Reise zu sich selbst ist geprägt von jeder Menge Groove, Synthie und Dream-Pop-Klängen. So klingt „Stranger’s Life“, das zweite Album des Vorarlbergers: nach end- und zeitlosen Sommernachmittagen, nach Sonnenschein, nach Walkmans am Gürtel und VHS-Kassetten im Wohnzimmer. Oder kurz gesagt: nach der guten, alten Zeit.

Inhaltlich ist die Platte aber genauso tief wie die Gedanken und Gefühle aus eben jener Teenie-Zeit: „Das unbehagliche Gefühl, in einer fremden Haut zu stecken, hat dem Album seinen Titel verliehen“, schildert Mathis.

Große Gefühle in jede Richtung

Bei so viel Gefühl darf das Liebes-Thema nicht fehlen – etwa in den Songs „Don‘t Cry“ und „Maybe Baby“: „Sie sind wie ein hoffnungsvoller Blick in eine unbestimmte Zukunft, oder ein geflüstertes ‚Alles wird gut‘“, erklärt der Künstler. „Von Liebe handelt auch der Song ‚Nobody Needs To Be Lonely‘, der den Irrglaube enthüllt, dass Einsamkeit und Isolation der Schlüssel zur Kreativität sind.“

Denn Corona ging auch an Mathis nicht spurlos vorbei. „Dass die Pandemie und Isolation das Songwriting beeinflusst haben, lässt sich nicht leugnen. So erzählt ‚I Miss The Music‘ von gähnender Stille und leerstehenden Konzerthallen – und klingt dabei umso lauter.“ Und gut übrigens auch. So wie der Rest von „Stranger‘s Life“.