Molden, Strauss, Pixner, Petrova, Randi – Oame Söö

Vinyl-Tipp

Musikladen Feldkirch

Arme Seelen, seit frühester Kindheit sind sie mir vertraut, nachts im Bett neben ­meiner Oma. In den Ästen des ­Apfelbaums vor unserem Schlafzimmerfenster, jene Wesen, die nicht mehr da sind, gleichzeitig doch noch da sind, ihre Seelen eben, die den Weg noch nicht gefunden haben, noch zu sehr am Irdischen ­hängen. Arme Seelen eben. ­Wieso arm? Weil sie nirgends richtig zu Hause sind, oder weil sie im irdischen Sein zu oft ­ignoriert wurden? Ernst
Molden nimmt sich in seinen „Liadln“ dieser Wesen an, ­ebenso der Geister, die in so einem alten Monarchie­zentrum gerade an den unvermuteten Ecken ­lauern. Er weiß, wo er die Nadeln stecken muss. Ein Voodoo-Heiler eben. Ursula Strauss, die ­Schauspielerin, die erfrischend wenig ­schauspielert, eine Maria Petrova, die eine ­Polka so lustvoll scheppern lassen kann, der Alpen-Punk ­Herbert Pixner, dem Spielen eine ­Herzensangelegenheit ist, ein Manuel Randi, dessen ­Gitarrenspiel er dem Pakt mit dem Teufel zu verdanken hat, immer noch sexier als ein ­Vertrag mit Bank oder ­Versicherung. „durt kummt a Madl, leicht wi a Feda, muast heit scho in Himml oder erst ­späda“ – ­wunderbar!

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Viel Glück!