Skifahrer überwintert Sommer

Wenn Tao irgendwo „rumhängt“, dann auf keinen Fall auf der Couch. Fotos: handout/Privat

Wenn Tao irgendwo „rumhängt“, dann auf keinen Fall auf der Couch. Fotos: handout/Privat

Freeski-Ausnahmetalent Tao Kreibich gibt Einblick in sein Leben und erklärt, was Schnee-Abhängige wie er im Sommer machen.

Der Senegal liegt in Westafrika, südlich der Sahara. Die Temperaturen fallen im Winter selten unter 20 Grad, ansonsten ist es im Senegal meistens verdammt heiß. Schnee kennen sie dort nur aus dem Fernsehen. Genau da wurde Tao Kreibich geboren. Umso verwunderlicher ist somit die Karriere von dem mittlerweile 20 Jahre alten Ski-Talent. „Ich fahre Ski, seit ich zwei Jahre alt bin. Seit ich fünf bin im Skiverein Hohenems und mit 15 habe ich vom Alpinen Rennlauf zum Freeriden ge­­­wechselt. Mir wurde das Rennfahren irgendwann zu ernst, zuviel Training, zu wenig Spaß, daher habe ich mich für meinen ersten Junior Contest angemeldet“, erklärt der Altacher. Von September bis Mai steht der „Freeride World Qualifier“ jede freie Minute auf seinen Skiern. „Ich düse am Morgen von Innsbruck mit meinem VW-Bus in eines der 92 inkludierten Gebiete der Snowcard, treffe mich mit anderen Contest-Ridern und wir shredden den ganzen Tag und pushen uns gegenseitig zu weiteren und höheren Airs und Big Lines.“

Saison voller Abenteuer

Kreative Trips und Freeride Abenteuer führten Tao im Winter nach Norwegen, wo vom Boot aus Skitouren gestartet wurden. „Leider war es ziemlich lawinengefährlich und das Wetter auch ziemlich norwegisch. Allerdings hatten wir viel Spaß am Berg und auch beim Après-Ski auf dem Boot. Wir wurden sehr gut bekocht und statt der schwedischen Fischspeise ‚Surströmming‘ gab es den besten Lachs, den ich je gegessen hatte.“ In der abgeschlossenen Saison konnte sich Tao mit starken Platzierungen ein Ticket für die Freeride World Tour sichern. Vor allem auf seinen dritten Platz beim Vier-Stern-Qualifier in Frankreich ist der Newcomer stolz: „Les Arcs war der erste Competition der Saison. Ich hatte null Erwartungen, einen echt coolen Run und war zufrieden mit mir selbst – dann gleich auf dem Podium zu landen war einfach der Hammer.“ So kann Tao Kreibich die kommende Saison kaum erwarten. Voll motiviert will er auf der Worldtour angreifen und ist sich sicher, dass man einiges von ihm erwarten könne.

Training im Sommer

„Im Sommer bewege ich mich viel in der Natur bei uns in den Bergen oder ich reise! Heuer werde ich Neuseeland mit Ski und Surfboard erkunden, es wird das erste Mal für mich, dass ich im Sommer auch Skifahren und trainieren kann“, verrät Tao seine Sommerpläne. Wenn kein Schnee verfügbar ist, findet man den Wahl-Innsbrucker am Surfen, Slacklinen, Skaten, Klettern oder Wandern. Für ihn alles eine Vorbereitung für den Winter: „Ich mag keine Fitnessstudios, wo man 100 Mal das gleiche Gerät trainiert. Ich brauche Abwechslung und vor allem auch eine Herausforderung.“

<p class="caption">In den Sommermonaten geht’s aufs Brett. </p>

In den Sommermonaten geht’s aufs Brett. 

<p class="caption">Tao findet Ausgleich in der Kletterhalle. </p>

Tao findet Ausgleich in der Kletterhalle. 

Zur Person: Tao Kreibich

Berufung, Alter: Freerider, 20

Herkunft/Wohnort: Dakar, Altach

Ausbildung: Student

Hobbys: Slacklinen, Surfen, Klettern, Skaten

Instagram: tao_kreibich

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