Faszination Klettern – sicher am Fels unterwegs

„Aufi aufn Berg“: Klettern ist eine tolle Sportart, die immer mehr Zulauf bekommt. Je besser man geschult ist, desto geringer ist das Risiko. Fotos: Sams

„Aufi aufn Berg“: Klettern ist eine tolle Sportart, die immer mehr Zulauf bekommt. Je besser man geschult ist, desto geringer ist das Risiko. Fotos: Sams

Kaum eine andere Sportart boomt im Ländle so sehr, wie das Klettern. WANN & WO-Redakteur Harald Küng begibt sich selbst gern in die Vertikale – und holte sich Tipps bei den „Ländle Sport­kletterlehrern“.

Schon als Kind war ich von den Bergen fasziniert. Mein damaliger Nachbar war Bergführer, durch ihn kam ich schon früh mit der Kletterei in Kontakt. Alles begann im Klettergarten in Koblach, die Sommerferien verbrachte ich zudem im Naturfreunde-Klettercamp in der Silvretta – ein großes Abenteuer für einen kleinen Jungen, wie mich damals. Viele Jahre pausierte ich, doch die Faszination für den Sport habe ich nie verloren. Und so bin ich seit drei Jahren wieder regelmäßig in den Bergen in und um Vorarlberg unterwegs. Doch man lernt nie aus, heißt es so schön, und deshalb bin ich als Freizeitkletterer immer froh über Tipps und Tricks für meinen Lieblingssport.

Ländle Sportkletterlehrer

Diese holte ich mir nun kürzlich bei Manuel Müller-Graber und Barbara Rusch, beide staatlich befugte Sportkletterlehrer. Ich treffe die beiden Profis dort, wo für mich einst alles begonnen hat: im Koblacher Klettergarten. Im vergangenen April gründeten die zwei leidenschaftlichen Bergsteiger gemeinsam mit vier weiteren Mitstreitern die „Ländle Sportkletterlehrer“. In Kursen – sowohl im freien Gelände, wie auch in der Halle – geben sie ihr Know-how an Klettermaxe und solche, die es noch werden wollen, weiter. Sicherheit steht dabei immer an allererster Stelle – denn wer hoch steigt, fällt unter Umständen tief. „Ein Restrisiko besteht immer“, stellt Manuel klar, fügt aber hinzu: „Wer Kurse besucht und den richtigen Umgang mit dem Material lernt, kann dieses Risiko auf ein Minimum reduzieren.“ In den Kursen der „Ländle Sportkletterlehrer“ wird unter anderem den Fragen nachgegangen: Welche Knoten brauche ich? Wie sichere ich richtig? Wie gebe ich Seil aus? „Wir achten zudem darauf, dass die Kurse klein gehalten werden. Das erhöht die Qualität und verringert das Risiko weiter. Unfälle brauchen wir keine“, erklärt Barbara, die als junges Mädchen ebenfalls hier in Koblach ihre ersten Klettererfahrungen sammelte.

Klettern mit den Profis

Nach unserem Gespräch klettern wir noch eine Runde. Ich binde mich mittels doppeltem Achterknoten ein und es folgt ein Partnercheck mit Barbara, welche mich sichert. Ich steige höher und höher. Nach einiger Zeit erreiche ich die Umlenkung und seile mich ab. Wenig später habe ich wieder festen Boden unter den Füßen. Alles gut gegangen und ich freue mich schon auf die nächste Kletterpartie.

<p class="caption">W&W-Redakteur Harald Küng holte sich Tipps bei den Profis.</p>

W&W-Redakteur Harald Küng holte sich Tipps bei den Profis.

<p class="caption">Einen abseilen: Wer hoch steigt, muss auch irgendwie wieder nach unten.</p>

Einen abseilen: Wer hoch steigt, muss auch irgendwie wieder nach unten.

<p class="caption">Manuel</p>

Manuel

<p class="caption">Barbara</p>

Barbara

Infos

Ländle Sportkletterlehrer Kontakt

Manuel Müller-Graber

Staatlich befugter Sportkletterlehrer

E-Mail: manuel@sportkletterlehrer.at

Mobil: +43 650 6615981

Kletterkurse buchen:

Bouldern, Knoten- und Materialkunde, Toprope, Motorik und Koordination, Kletterregeln, Gefahrenkunde und Sicherung, Fitness und Vorbereitung, Vorstieg und Sturztraining, Teambuilding und Firmenklettern. Die Ländle Sportkletterlehrer bieten Kurse für Einsteiger, Aufsteiger, Umsteiger und Wiedereinsteiger, für Familien, Kinder und Gruppen aller Art. Die Kurse umfassen vier bis acht Teilnehmer – auf Anfrage sind aber größere Gruppen möglich.


Infos: www.sportkletterlehrer.at