Anfällige Altacher als leichtes Häppchen für hungrige „Wölfe“

Gegen den WAC fanden Berisha und der SCR Altach gestern kein probates Mittel und kassierten eine bittere Niederlage.  Foto: APA

Gegen den WAC fanden Berisha und der SCR Altach gestern kein probates Mittel und kassierten eine bittere Niederlage.  Foto: APA

2:5 gegen den WAC: Die Altacher laufen erneut einem frühen Rückstand hinterher.


Nach dem verrückten Heimspiel gegen Hartberg, bei dem Altach einen 0:3-Rückstand wettmachte, stand gestern die Auswärtspartie bei den Wölfen auf dem Programm. Die Kärntner traten mit breiter Brust auf, hatten sie doch einen 5:0-Schützenfest gegen Mattersburg im Rücken, bei dem ihr Goalgetter Shon Weissmann vier Treffer erzielen konnte. Für die neu formierte Altacher Defensive mit Schreiner und Zwischenbrugger in der Innenverteidigung war also Vorsicht geboten. Die Gastgeber begannen furios und gingen nach Liendl-Corner und Verwirrung im Strafraum durch ein Eigentor von Schreiner in Führung (7.). Somit liefen die Altacher erneut früh einem Rückstand hinterher. Altach bewies zunächst Moral, kam besser ins Spiel und nach einem Handspiel im Strafraum zu einem Elfmeter. Diesen setzte Berisha aber an die Stange, von wo aus der Ball den Weg zwar zurück zu WAC-Goalie Kuttin, aber nicht ins Tor fand – Pech für den SCRA (14.). Der SCRA hatte aber Lunte gerochen und glich durch eine präzisen Abschluss von Fischer an der Strafraumgrenze sehenswert aus – 1:1 in der 21. Minute. Die Gäste kamen vor allem über kontrollierten Ballbesitz-Fußball immer besser ins Spiel und stellen die Hausherren vor weitere Probleme. Diese reagierten aber und rissen das Spiel wieder an sich. Und zwar in Form des „Exil-Vorarlbergers“ Michael Liendl, der mit seinem starken Linken eiskalt vom Sechzehner aus zur erneuten WAC-Führung einnetzte (34.). In diesem Tenor ging es weiter, denn die „Wölfe“ legten wenig später nach desolatem Altacher Abwehrverhalten durch einen Kopfballtreffer von Niangbo nach (43.) und erhöhten auf 3:1. Verdient, denn die Rheindörfler verteidigten, um es mit den Worten von Manfred Fischer zu benennen, „wie eine Regionalliga-Mannschaft“.

Gleiches Bild in
Halbzeit zwei

Den Zuschauern in der Lavanttal-Arena bot sich auch in Durchgang zwei dasselbe Bild. Clevere „Wölfe“ setzten eine alles andere als sattelfest wirkende Altacher Abwehr früh unter Druck. Das Spiel hatte sich völlig in die Hälfte der lustlos agierenden Pastoor-Schützlinge verlagert. Ein blendend aufgelegter Michael Liendl bedienete in der 58. Minute per Corner den aufziehenden Schmitz, der per Volley auf 4:1 erhöhte – ein Nachmittag zum Vergessen. Daran änderte auch der zweite Altacher Treffer durch Zwischenbrugger nichts mehr (70.). Denn Niangbo erhöhte erneut auf 5:2 (74.). Damit bleiben viele Hausaufgaben für Alex Pastoor, der in Sachen Verteidigung viel Arbeit vor sich hat.

<p>Michael Liendl, WAC: „Wir haben viel Qualität nach vorne, das Selbstvertrauen, die Abläufe und vor allem die Abschlüsse stimmen. Als Mannschaft treten wir momentan hervorragend auf und spielen gerne nach vorne, der Leistung ordne ich mich sehr gerne unter. Ob wir 1:0 oder 5:0 gewinnen, ist letztlich egal. “</p>

Michael Liendl, WAC: „Wir haben viel Qualität nach vorne, das Selbstvertrauen, die Abläufe und vor allem die Abschlüsse stimmen. Als Mannschaft treten wir momentan hervorragend auf und spielen gerne nach vorne, der Leistung ordne ich mich sehr gerne unter. Ob wir 1:0 oder 5:0 gewinnen, ist letztlich egal. “

<p class="caption">Gegen den WAC fanden Berisha und der SCR Altach gestern kein probates Mittel und kassierten eine bittere Niederlage.  Foto: APA</p>

Gegen den WAC fanden Berisha und der SCR Altach gestern kein probates Mittel und kassierten eine bittere Niederlage.  Foto: APA

<p class="caption">Fischers Jubel über den Ausgleich.  Fotos: APA</p>

Fischers Jubel über den Ausgleich.  Fotos: APA

<p class="caption">Über weite Strecken desolate SCRA-Leistung. </p>

Über weite Strecken desolate SCRA-Leistung. 

Wann & Wo | template