SBX: Schwarzer Tag für die Hämmerle-Brüder

Alessandro Hämmerle landete letzten Endes auf Rang sieben, auch im Wissen um seinen Bruder Luca. Dieser erlitt bei einem Sturz zuvor eine schwere Gehirnerschütterung und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Fotos: Miha Matavz/FIS, handout/Hämmerle

Alessandro Hämmerle landete letzten Endes auf Rang sieben, auch im Wissen um seinen Bruder Luca. Dieser erlitt bei einem Sturz zuvor eine schwere Gehirnerschütterung und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Fotos: Miha Matavz/FIS, handout/Hämmerle

Beim Sieg von Lorenzo Sommariva (ITA) in Cervinia landete Alessandro Hämmerle auf Rang sieben – schwerer Sturz von seinem Bruder Luca.

Der Auftaktsieger des vergangenen Weltcup-Wochenendes im Montafon schied gestern im Halbfinale aus – sicher auch abgelenkt wegen des schweren Sturzes seines Bruders Luca. Im Halbfinale scheiterte „Izzi“ im unteren Teil der Strecke am eigenen Speed: Der Gaschurner war schlicht und ergreifend zu schnell unterwegs und konnte einen zu weiten Sprung nicht kontrollieren. Trotzdem sicherte sich der Gesamtweltcupsieger vom Vorjahr den Sieg im kleinen Finale. „Man kann noch so fokussiert sein, wenn der eigene Bruder verletzt im Zielgelände liegt, wird alles andere zur Nebensache“, zeigte sich Hämmerle gegenüber WANN & WO betroffen.

Luca Hämmerle
stürzt schwer

Der Bewerb in Cervinia wurde von einem schweren Sturz von Luca Hämmerle überschattet. Der 23-Jährige kam im Viertelfinale bei der Zieldurchfahrt zu Sturz und musste medizinisch erstversorgt werden. Hämmerle wurde mit einem Akja ins Tal und anschließend ins Krankenhaus abtransportiert. „So wie es aussieht, scheint der Bewegungsapparat soweit in Ordnung zu sein. Luca hat aber eine sehr schwere Gehirnerschütterung erlitten“, erläuterte der sichtlich getroffene große Bruder W&W. Nun hoffen die beiden auf ruhige und regenerative Weihnachten, im Jänner wollen die sie dann wieder voll angreifen: „Ich war heute unheimlich schnell, auch Luca zeigt sein Können. Spätestens beim nächsten Rennen werden wir der Konkurrenz wieder zeigen, was in uns steckt.“

Italienischer Doppelsieg

Jakob Dusek holte mit Rang zwei im kleinen Finale hinter Hämmerle als Gesamtachter sein bestes Weltcup-Ergebnis. Julian Lüftner blieb im Viertelfinale hängen. Katharina Neussner war bei den Damen wegen Magen-Darm-Problemen nicht angetreten. Die Siege gingen mit Olympiasiegerin Michela Moioli und erstmals Lorenzo Sommariva an Lokalmatadore aus Italien. Die nächsten Rennen folgen erst am 25. Jänner in Big White in Kanada.

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