Altach verschenkt gegen die Austria zwei Punkte

Altachs Philipp Schmiedl im Zweikampf mit Alexandar Borkovic (Austria Wien). Fotos: GEPA/Lerch, Lutz, Stiplovsek

Altachs Philipp Schmiedl im Zweikampf mit Alexandar Borkovic (Austria Wien). Fotos: GEPA/Lerch, Lutz, Stiplovsek

Nach einer 2:0-Führung muss sich die Pastoor-Elf gegen die Wiener mit einem Remis ­begnügen.

Die zweimonatige Spielpause in der Österreichischen Bundesliga ist zu Ende. Fast 5000 Zuschauer, darunter eine lautstarker, hundertköpfiger Fanclub der Wiener Veilchen, fanden den Weg ins Schnabelholz. Vorweg: Sie bekamen einiges geboten. Was beide Teams im Vorfeld vereinte, war der starke Endspurt nach einer zunächst verpatzten Herbstsaison. Während die Altacher ihre letzten drei Spiele gewannen, blieb die Austria aus Wien zuletzt fünf Spiele ungeschlagen.

Starker Altacher Beginn

Mit Berkay Dabanli und Alain Wiss setzte SCRA-Coach Alex Pastoor von Beginn an auf zwei Neuzugänge. Offensiv-Juwel Julio Villalba, der ebenfalls in der Winterpause nach Altach wechselte, fehlte aufgrund einer kurzfristig erlittenen Zerrung. Und da sind ja noch die „Jungen Wilden“ im schwarz-weißen Dress – wie etwa Johannes Tartarotti: Der junge Bregenzerwälder startete in der elften Minute ein Solo in den gegnerischen Sechzehner. Zwar wurde dessen Schuss von Austria-Verteidiger Palmer-Brown noch abgewehrt, aber der Ball landete direkt bei Emanuel Schreiner. Der Flügelstürmer ließ sich nicht zweimal bitten und traf zum umjubelten 1:0. Nur neun Minuten später folgte der erste große Auftritt von Spielmacher Sidney Sam: Der ehemalige deutsche Nationalteamspieler narrte im Zusammenspiel mit Torschütze Schreiner die Hintermannschaft der Veilchen und erwischte zudem Keeper Penz mit einem platzierten Flachschuss auf dem falschen Fuß. Und schon leuchtete ein komfortables 2:0 von der Anzeigetafel. In dieser Tonart ging es weiter – die nunmehr mit viel Selbstvertrauen ausgestatteten Gastgeber ließen die Wiener nicht ins Spiel kommen. Im Gegenteil, sowohl Mittelstürmer Christian Gebauer (32./nach herrlichem Zuspiel von Sam) und Emanuel Schreiner (35.) hatten jeweils den dritten Treffer vor Augen.

Gegentor aus dem Nichts

Als niemand mehr damit rechnete, kamen die Gäste doch noch zum unverdienten Anschlusstreffer nach einem umstrittenen Freistoß von der Strafraumgrenze: Dominik Fitz traf das Leder genau unter die Querlatte. Ein Dämpfer für die Pastoor-Elf kurz vor dem Pausenpfiff. Die anfangs sehr enttäuschenden Gäste witterten nun Morgenluft und in der 59. Minute war es so weit: Austria-Goalgetter Monschein traf mit einem sehenswerten Heber sogar zum schmeichelhaften 2:2-Ausgleich. Ein Remis, mit dem allerdings beide Teams nicht zufrieden waren. Es folgte eine nervenaufreibende Schlussphase mit Konterangriffen hüben wie drüben. Der Lucky Punch gelang letztlich keinem der beiden Teams.  WAM

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