Nach Blackout folgt ein bitterböses Spielende

Knappe 0:2-Niederlage: Trotz früher Unterzahl nach Kobras-Patzer zeigte der SCRA in der Südstadt viel Moral.




Auch die Hiobsbotschaft vom Ausfall des sich aufgrund Kontakts mit einem Corona-Patienten in häuslicher Quarantäne befindlichen Jan Zwischenbrugger brachte Altach-Trainer Alex Pastoor nicht aus der Ruhe. Seinen Platz im Mittelfeld bekam Samuel Oum Gouet, das Rennen um den heiß begehrten siebten Platz fand gestern mit dem Spiel bei der Admira seine Fortsetzung. Nach gemächlichem Beginn setzte Martin Kobras in der 9. Minute ein erstes, negatives Ausrufezeichen. Nach einem missglückten Ausflug außerhalb seines Sechzehners nahm der Altacher Torhüter nach ungewolltem Zuspiel zum Gegner seine Hände zu Hilfe, um einen Ball abzuwehren – als konsequentes Resultat zeigte ihm Schiedsrichter Ebner die Rote Karte. Für Kobras kam Benjamin Ozegovic ins Spiel (Anderson machte Platz) – und wie: Mit quasi seiner ersten Aktion hielt er sein Team nach schöner Freistoßparade in der Partie. Trotz der numerischen Unterlegenheit zeigten die Gäste viel Moral und machten über weite Strecken das Spiel – die Admira vermochte aber zunächst auch kein gefährliches Überzahlspiel aufzuziehen – zumindest bis kurz vor dem Pausenpfiff. Damit ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Umkleide.

Munteres Spiel mit offenem Visier

In der zweiten Halbzeit bot sich den rund 1900 Zuschauern das gleiche Bild. Obwohl Gebauer anfangs ein Ausrufezeichen setzte und die Führung für den SCR Altach auf dem Fuß hatte, plätscherte das Spiel im Anschluss mit wenig Chancen auf beiden Seiten dahin. Die Altacher Dreierkette hielt Stand und über clevere und schnelle Gegenstöße, meist orchestriert vom erneut stark aufspielenden Sidney Sam, setzten die Rheindörfler Akzente. In der 66. Minute setzte der ehemalige DFB-Nationalspieler Gebauer per Flanke perfekt in Szene, den Volley des Tiroler Stürmers parierte Admira-Goalie Leitner aber glänzend. Die Partie nahm an Fahrt auf und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Altacher bissen sich an dem blendend aufgelegten Torwart der Gastgeber die Zähne aus, so auch Sam in der 72. Minute. Ganz dem strömenden Regen entsprechend folgte dann in der 90. Minute die eiskalte Dusche. Nach Stellungsfehler verwertete Lackner abgebrüht zur Gästeführung. Der zweite Admira-Treffer durch Pink (90.+2) war dann nur noch Schnörkel. Trotzdem eine starke Leistung der Elf von Coach Alex Pastoor, die sich einen Punkt mehr als verdient hätten.

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