Geisterspiel: Remis im Regen

Johannes Tartarotti im Zweikampf.

Johannes Tartarotti im Zweikampf.

1:1 im West-Derby: Jan Zwischenbrugger verhinderte eine Heimpleite des SCR Altach gegen Wattens.

Fast pünktlich zum Anpfiff ergoss sich ein heftiger Wolkenbruch gepaart mit Blitz und Donner über der Cashpoint-Arena. Nicht ganz so stürmisch begann die mit Spannung erwartete „Heimpremiere“ anlässlich des Liga-Neustarts. Gegen die WSG Swarovski Wattens, welche zuletzt zuhause eine 0:5-Packung gegen St. Pölten kassierte, war dabei ein Dreier schon nahezu „Pflicht“ für den SCR Altach. Personell überraschte Trainer Alex Pastoor anfangs durchaus, denn so fehlte etwa der deutsche Ex-Internationale Sidney Sam genauso wie etwa Jan Zwischenbrugger oder Manfred Fischer in der Startformation. Ins Tor kehrte nach seiner Gelbsperre wieder Martin Kobras zurück. Dieser verbrachte zunächst bei strömendem Regen einen relativ ruhigen Arbeitstag. Spielerisch lief hüben wie drüben – natürlich auch dem tiefen und rutschigen Untergrund geschuldet – relativ wenig zusammen.

Keine Torchancen

Nach einer halben Stunde blinzelte dann wieder die Sonne durch die Wolken, aber nach wie vor taten sich die Hausherren unerklärlich schwer gegen die zwar kampfstarken, aber keineswegs übermächtigen Gäste. Für Gebauer, Tartarotti und Co. tat sich kaum einmal eine brauchbare Lücke in der massierten Tiroler Hintermannschaft auf. Die wenigen offiziellen Zuschauer im ersten Geisterspiel in Altach waren sich beim Abpfiff der ersten Halbzeit einig: „Luft nach oben ist für den Cashpoint SCR Altach vorhanden!“ Aber die Luft nach oben blieb dünn. Zu dünn, denn in der 51. Minute sorgte Thanos Petsos für die – nicht einmal unverdiente – Gästeführung. Bitter: Der Grieche schob das Leder aus kurzer Distanz dem Altacher Torhüter durch die Beine.

Gäste mit Lattentreffer

Aber zumindest war dieser Gegentreffer eine Initialzündung für die Altacher, die nun aus ihrer Passivität und Lethargie erwachten. Und mit der Einwechslung von Sidney Sam ging umgehend ein Ruck durch die Heim-Elf. Der Deutsche kam prompt in der 59. Minute zur ersten echten Torchance für die Gastgeber. Sieben Minuten später scheiterte Johannes Tartarotti nur ganz knapp am Ausgleichstreffer. Auf der Gegenseite ließ Kelvin Yeboah wenige Sekunden später die Vorentscheidung für die Tiroler, bei denen für die letzten zwanzig Minuten auch der Harder Sebastian Santin als schneller Konterstürmer ins Spiel kam, aus. In der 78. Minute hatten die Altacher Glück, dass ein Kopfball von Soares nur an die Querlatte knallte. Wie schnell es im Fußball gehen kann, bewies dann Jan Zwischenbrugger, der im Gegenzug mit einem herrlichen Schuss aus zwanzig Metern für den 1:1-Ausgleich sorgte! Die Schlussoffensive brachte nichts Zählbares mehr ein und so gab es am Ende der von Ländle-Schiedsrichter Robert Schörgenhofer routiniert geleiteten Partie eine gerechte Punkteteilung.  WAM

<p class="caption">Jubel nach dem Zwischenbrugger-Ausgleich.</p>

Jubel nach dem Zwischenbrugger-Ausgleich.

<p class="caption">Stefan „Major“ Maierhofer musste gegen die Altacher viel einstecken. Fotos: GEPA/Lerch</p>

Stefan „Major“ Maierhofer musste gegen die Altacher viel einstecken. Fotos: GEPA/Lerch

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