SCRA in Salzburg: Pleite trotz Überzahl

Nach einer Notbremse gegen den davoneilenden Nussbaumer sah Salzburg-Verteidiger Ramalho den roten Karton (6.).  Foto: GEPA

Nach einer Notbremse gegen den davoneilenden Nussbaumer sah Salzburg-Verteidiger Ramalho den roten Karton (6.).  Foto: GEPA

Gegen den Meister setzte es für den SCR Altach eine herbe 1:4-Niederlage.

Schon von Beginn an drückte der amtierende Meister dem Spiel seinen Stempel auf. Die Gäste fanden gegen das gewohnte Offensiv-Pressing der Bullen zunächst kaum ein Gegenmittel. Bis zur 6. Minute, als sich die Hausherren durch einen Platzverweis nach einer Notbremse von Ramalho selbst schwächten. Der Verteidiger hatte den davoneilenden Nussbaumer als letzten Mann zu Fall gebracht. In der Folge fanden die Rheindörfler besser ins Spiel, der Meister blieb aber trotz Unterzahl die spielbestimmende Mannschaft und kam durch Okugawa zum Torabschluss. Der Ball fand seinen Weg aber nur an den Außenpfosten(16.). Coach Pastoor setzte weiter auf eine kompakte, defensive Spielanlage und machte es den Mozartstädtern schwer, gefährliche Chancen herauszuspielen. Im Gegensatz zum SCRA: Nach einem schnellen Gegenzug flankte Anderson ideal auf den freistehenden Tartarotti, der abgeklärt zur Führung einköpfte (33.). Die Freude währte aber nur kurz. Zwischenbrugger foulte Daka im Strafraum. Den fälligen Penalty verwandelte Szoboszlai eiskalt (36.) zum 1:1 per Flachschuss in die linke Ecke. Und es sollte noch schlimmer kommen: Daka drehte noch vor der Pause das Spiel und erhöhte auf 2:1 (41.). Den Assist lieferte Koita, der nahezu die gesamte Altacher Hintermannschaft im Alleingang düpierte.

Früher Treffer in Hälfte zwei

Der SCRA befand sich nach Wiederanpfiff wohl noch in der Kabine, als Koita zur 3:1-Führung einschob (46.). Dieses Mal hatte Daka Zwischenbrugger alt aussehen lassen und für den Stürmer serviert. Von diesem Schock erholte sich die Pastoor-Elf nicht mehr, auch wenn der Trainer umstellte, machte sich die numerische Überlegenheit seiner Mannschaft kaum bemerkbar. Im Gegenteil, es kam noch schlimmer. In der 63. Minute erzielte Salzburg-Verteidiger Kristensen per Abstauber sein erstes Bundesliga-Tor und erhöhte auf 4:1. Spätestens jetzt war die Niederlage für die Gastmannschaft besiegelt. Zu deutlich war der Klassenunterschied, auch wenn das Matchkonzept der Rheindörfler über weite Strecken aufging. Aber wenn der Gegner Red Bull Salzburg heißt, braucht es mehr als das.

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