Erster Saisonsieg für SCRA

In der hart geführten Partie gab es drei Platzverweise. Schlussendlich setzten sich die Rheindörfler mit 4:2 durch.  Foto: Lerch

In der hart geführten Partie gab es drei Platzverweise. Schlussendlich setzten sich die Rheindörfler mit 4:2 durch.  Foto: Lerch

Der Pastoor-Elf gelang beim 4:2-Sieg gegen die Admira der erhoffte ­Befreiungsschlag.

Die 500 Zuschauer, welche am gestrigen Samstag in die Altacher Cashpointarena durften, erlebten ein überaus turbulentes Spiel und ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt und die Gäste waren nur mehr zu zehnt auf dem Platz: Schiedsrichter Alexander Harkam zückte nach einem Foul von Mödling-Verteidiger Sebastian Bauer prompt die rote Karte – eine harte, aber durchaus vertretbare Entscheidung. Den Gastgebern kam die Überzahl natürlich gelegen, denn der FC Admira zählt zweifellos nicht zu den Lieblingsgegnern des SCR Altach. Von den jüngsten sieben Duellen konnte die Pastoor-Elf kein einziges gewinnen. In der 10. Minute traf Daniel Maderner nach einer Maßflanke von Tartarotti per Kopf zum umjubelten 1:0. Persönlich genießen konnte der Stürmer seinen ersten Bundesligatreffer allerdings nicht lange, denn nach einem Zusammenprall musste der Tiroler kurz darauf mit einer Platzwunde am Kopf vom Platz. Ausgerechnet dessen Ersatzmann Daniel Nussbaumer gelang das erlösende 2:0 (28.). Die Vorentscheidung zugunsten der spielfreudigen Gastgeber schien bereits früh gefallen zu sein. Ein überaus unglückliches Eigentor von Zwischenbrugger weckte bei den Gästen praktisch aus dem Nichts wieder Hoffnung, die Druckphase von Netzer und Co. war plötzlich durchbrochen und erste Unsicherheiten schlichen sich wieder in deren Spiel ein.

Drei Platzverweise

Kurz nach Wiederanpfiff war zudem die numerische Überlegenheit dahin, als Altachs defensiver Mittelfeldstratege Samuel Oum Gouet die „Ampelkarte“ sah. Die Niederösterreicher drückten nun auf den Ausgleich, der ihnen in der 54. Minute nach einem Treffer von Kerschbaum auch prompt gelang. Wenige Sekunden später lag sogar die Führung der Gäste in der Luft, doch Altachs junger Torhüter Tino Casali hielt sein gebeuteltes Team mit zwei Glanzparaden gegen Hoffer bzw. Ganda im Spiel. Die Nerven der Heimelf lagen blank. Mit einem Dreifach-Wechsel sorgte Trainer Pastoor für ein Zeichen und bewies dabei ein glückliches Händchen, denn dem eingewechselte Aljaz Casar gelang mit seinem Treffer zum 3:2 (68.) die große Befreiung. Und es sollte noch besser kommen, denn nach viel Zittern und Bangen sowie einem weiteren Platzverweis (79.) für die Gäste sorgte der ebenfalls eingewechselte Mario Stefel schließlich für den 4:2-Endstand.  WAM

<p class="caption">Mergim Berisha traf für Salzburg. Foto: APA</p>

Mergim Berisha traf für Salzburg. Foto: APA

tipico BUNDESLIGA

SCR Altach – Admira 4:2 (2:1)
500; Cashpoint-Arena,
SR Harkam


Tore: 1:0 Maderner (10.), 2:0 Nussbaumer (28.), 1:2 Zwischenbrugger (35./ET), 2:2 Kerschbaum (54.), 3:2 Casar (68.), 4:2 Stefel (88.)


Ballbesitz: 59%/41%
Passgenauigkeit: 80%/68%
Fouls: 18/10


Aufstellungen:
SCR Altach: Casali – Zwischenbrugger, Bumberger (Wiss/61.), Netzer – Oum Gouet (rot/48.) – Thurnwald, Karic (Edokpolor/50.), Tartarotti (Casar/61.), Fischer – Maderner (Nussbaumer/17.), Obasi (Stefel/74.)


Admira W. Mödling: Leitner – Bauer (rot/2.), Vorsager, Rath – Tomic (Ndifor/80.) – Hjulmand, Kerschbaum (rot/79.), Auer, Hausjell – Hoffer (Maierhofer/80.), Ganda

Weitere Spiele:
Austria Wien – RB Salzburg 0:2 (0:0)
0:1 Berisha (62.), 0:2 Daka (90.+1)
Ried – Sturm Graz 0:2 (0:1)
0:1 Hierländer (9.), 0:2 Ljubic (78.)


Heute:
WSG Tirol – TSV Hartberg  14.30 Uhr
LASK – SKN St. Pölten 14.30 Uhr
WAC – Rapid 17 Uhr


Tabelle:
5. Spieltag Spiele Tore  Pkt.

1. RB Salzburg 5 19:4 15

2. Rapid Wien 4 10:3 10

3. Sturm Graz 5 8:2 9

4. SKN St. Pölten 4 10:4 7

5. Austria Wien  5 6:6 7

6. LASK Linz  4 5:5 7

7. WSG Tirol 4 5:6 4

8. SCR Altach 5 6:13 4

9. Admira 5 8:16 4

10. WAC 4 6:10 3

11. SV Ried 5 6:12 3

12. TSV Hartberg 4 3:11 2

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