Bittere Pleite für den SCRA

WAC-Spielmacher Michael Liendl (r.) legte gestern beide Treffer der Wölfe auf. Foto: APA

WAC-Spielmacher Michael Liendl (r.) legte gestern beide Treffer der Wölfe auf. Foto: APA

0:2 – Der SCR Altach muss sich der routinierten Feldhofer-Elf aus Wolfsberg geschlagen geben.

Nach der Länderspielpause kam mit dem Europa-League-Starter WAC eine Mannschaft mit viel Qualität nach Altach. Allerdings war die körperliche Verfassung der Gäste die große Unbekannte vor dem Spiel, denn nahezu der gesamte Kader war in den letzten Wochen in Corona-Quarantäne und lief mit Trainingsrückstand – nominell dennoch beinahe in Bestbesetzung – in der Cashpoint-Arena auf. Kein Wunder also, dass Altach-Coach Alex Pastoor die reelle Chance auf den zweiten Saisonheimsieg wahrnehmen wollte. Von Beginn an versuchten die Gastgeber, bei denen erstmals „alle Mann an Bord“ waren, aufs Tempo zu drücken. Zwingende Aktionen blieben allerdings Mangelware. Lediglich ein Volleyschuss von Schreiner (27.) und ein zu zentraler Fernschuss von Stefel (43.) sorgten für etwas Torgefahr.Aber wenigstens stand zum Pausentee auch hinten die Null.

K.o. innert sechs Minuten

Nach dem Wiederanpfiff neutralisierten sich beide Teams. Schade war nach rund einer Stunde Spielzeit, dass der durchbrechende Nussbaumer fälschlicherweise vom Schiedsrichter wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. Nach diesem Weckruf verstärkte die Feldhofer-Elf ihre Offensivbemühungen. Das 0:1 fiel aus dem Spiel heraus: Nach einer Maßflanke von Michael Liendl in den Sechzehner hatte der eingewechselte Eliel Peretz keine Mühe, das Leder aus fünf Meter per Kopf unhaltbar in die Maschen zu setzen. Verdient war die Führung für die Gäste zwar nicht, aber Qualität zeigt sich darin, aus wenigen Chancen das Maximum herauszuholen. Die Altacher waren „bedient“ – erst recht, als Dario Vizinger einen blitzsauberen Konter zum zweiten Treffer für die Wolfsberger nützte. Die Vorentscheidung war gefallen. Während es für die Rheindörfler kein Durchkommen gab, spielten die Gäste die Partie routiniert zu Ende und holten sich mit diesem Dreier viel Selbstvertrauen für die Europa-League-Partie am Donnerstag gegen Dinamo Zagreb.  WAM

tipico BUNDESLIGA

SCR Altach – Wolfsberger AC 0:2 (0:0)
Cashpoint-Arena,
SR Altmann


Tore: 0:1 Peretz (73.),
0:2 Vizinger (79.)


Gelbe Karten: Wiss (SCRA, 52.), Maderner (SCRA, 75.)


Ballbesitz: 49/51
Gewonnene Zweikämpfe: 35/61
Angekommene Pässe: 281/293


Aufstellungen:
SCRA: Kobras – Thurnwald Anderson, Zwischenbrugger (Babil, 81.), Edokpolor, Schreiner (Karic, 69.) – Stefel (Casar, 89.), Oum-Gouet, Wiss (Fischer, 69.) – Maderner, Nussbaumer (Obasi, 81.)


WAC: Kuttin – Lochoshvili (Rnic, 51.), Baumgartner, Peric (Pavelic (87.) – Stratznig – Scherzer, Liendl, Wernitznig (Leitgeb, 61.), Novak –Joveljic (Peretz, 61.), Vizinger

Weitere Spiele:

Salzburg – Sturm 1:3 (0:0)
0:1 Ljubic (48.), 0:2 Jantscher (53.),
0:3 Jantscher (59.), 1:3 Berisha (86.)

Hartberg – LASK 1:1 (0:1)
0:1 Filipovic (22.), 1:1 Luckeneder (53.)


Heute:
Austria – St. Pölten  14.30 Uhr
Tirol – Admira 14.30 Uhr
Ried – Rapid 17 Uhr


Tabelle:
8. Spieltag Spiele Tore  Pkt.

1.  Red Bull Salzburg 8 26:8 19

2.  SK Rapid Wien 7 18:8 17

3.  LASK 8 16:6 17

4.  Sturm Graz 7 11:5 12

5.  SKN St. Pölten 7 14:9 10

6.  Wolfsberg 7 14:15 9

7.  Austria Wien 7 7:8 8

8.  WSG Tirol 7 7:12 8

9.  TSV Hartberg 8 7:16 7

10.  SV Ried 7 8:16 6

11.  SCR Altach 8 7:18 5

12.  FC Admira 7 9:23 4

9. Runde:

Samstag, 28. November

Graz – Tirol 17 Uhr
St. Pölten – Salzburg 17 Uhr
Admira – Hartberg  17 Uhr


Sonntag, 29. November

WAC – Ried  14.30 Uhr
LASK – Altach 14.30 Uhr
Rapid – Austria 17 Uhr