Quo vadis, SCR Altach?

„Tristesse royale“ bei strömendem Regen: Die Altach-Spieler nach der 0:4-Niederlage. Jetzt ziert man sogar das Tabellenende. Foto: GEPA

„Tristesse royale“ bei strömendem Regen: Die Altach-Spieler nach der 0:4-Niederlage. Jetzt ziert man sogar das Tabellenende. Foto: GEPA

Die 0:4-Heimpleite gegen St. Pölten versetzt Altach vollends in eine Winterdepression.

Für Altach-Trainer war der Druck des „Gewinnen-müssens“ vor dem Spiel enorm. Obwohl ihm von Seiten der Klubführung das Vertrauen ausgesprochen wurde, weiß der Niederländer natürlich um die „Logik“ im Profifußball, wenn entsprechende Ergebnisse ausbleiben. Im letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr kam mit dem SKN St. Pölten eine Mannschaft in die Cashpointarena, die nach dem historischen 2:8-Debakel gegen RB Salzburg in der Vorwoche ebenfalls auf Wiedergutmachung aus war. Bei winterlichen Temperaturen und Schneeregen waren es die Gastgeber, die durch Zwischenbrugger (5.) und Nussbaumer (10.) erstmals gefährlich vors gegnerische Tor kamen. Der erhoffte frühe Führungstreffer gelang jedoch – zum wiederholten Male in dieser unglücklich verlaufenden Herbstsaison – den Gästen: Nach einem schnellen Konter ließ Alexander Schmidt dem Altacher Kapitän Martin Kobras im Tor keine Abwehrchance. Es war sprichwörtlich zum „Haare raufen“ für die Gastgeber, von deren Betreuerbank wiederholt aufmunternde Worte wie „Auf geht’s Jungs!“ im leeren Stadion zu vernehmen waren. An der Einsatzbereitschaft der Altacher „Jungs“ lag es nicht. Vielmehr war auch gestern wieder erkennbar, dass die wiederholt bemängelte Durchschlagskraft auch in diesem so wichtigen Spiel ausblieb. Ein Kopfball knapp neben das Tor von Daniel Maderner (29.) war zunächst die einzige echte Torchance nach dem Rückstand.

Rückstand und

Unterzahl

Es sollte noch schlimmer kommen: Die Ampelkarte für Außenverteidiger Edokpolor neun Minuten vor dem Pausenpfiff war sozusagen die Krönung für die „gebrauchte“ Halbzeit. Zumal Manuel Thurnwald und Mario Stefel kurz darauf zwei gute Ausgleichschancen ausließen. Die Moral bei den Hausherren blieb zwar trotz der Rückschläge intakt, aber Trainer Alex Pastoor hatte viel Aufbauarbeit in der Kabine zu leisten. Doch diese wurde bereits kurz nach dem Wiederanpfiff zunichte gemacht: Nachdem die Altacher Hintermannschaft das Leder nach einem abgewehrten Freistoß nicht aus dem Sechzehner brachte, bedankte sich Dor Hugi und netzte ungehindert zum 0:2 ein. In Folge zerrissen sich Nussbaumer und Co förmlich und Pastoor schickte in Unterzahl mit Obasi einen dritten Stürmer aufs Feld. „Alles oder nichts“ lautete nun die Devise gegen die auf Konter lauernden Niederösterreicher. Vorweg: Es wurde nichts. Vielmehr sorgte Nicolas Meister in der 66. Minute für das 0:3. In Folge war Schadensbegrenzung angesagt. Aber selbst dies gelang nur mäßig, denn auch der vierte Gegentreffer durch Kofi (80.) konnte nicht verhindert werden. Die Akkus bei der Heimelf waren leer, aber wenigstens verhinderte Goalie Kobras in den Schlussminuten mit zwei Glanzparaden noch Schlimmeres.  WAM

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