2:1 – Altach kann’s doch noch!

Altach-Kapitän Philipp Netzer, hier im Duell mit Jakob Jantscher, gelang der Führungstreffer für die Rheindörfler. Foto: GEPA

Altach-Kapitän Philipp Netzer, hier im Duell mit Jakob Jantscher, gelang der Führungstreffer für die Rheindörfler. Foto: GEPA

Mit viel Einsatz und Moral schafft die Pastoor-Elf gegen Sturm Graz die Sensation.

Die Vorzeichen vor dem gestrigen Spiel in der Cashpoint-Arena waren klar: Die im Tabellenkeller befindliche Pastoor-Elf war im Heimspiel gegen Sturm Graz krasser Außenseiter. Zumal der in dieser Saison sehr kampfstarke und erfolgreiche Tabellendritte gewiss nicht zu den „Lieblingsgegnern“ des SCR Altach zählt. In den jüngsten 17 Ligaduellen gab’s nur einen einzigen Sieg zu bejubeln. Nichtsdestotrotz forderte der Altacher Coach von seinem Team Mut und Konzentration vom ersten Ballkontakt an, um gegen den Favoriten zu bestehen. Und die zuletzt gebeutelte Heimelf nahm sich dies zu Herzen und hielt gegen Jantscher, Hierländer und Co. mit viel Leidenschaft dagegen. Nach einer etwas zögerlichen Anfangsviertelstunde ließ Altachs Mittelfeldspieler Aljaz Casar nach Vorarbeit von Meilinger einen „Sitz­er“ aus. Mitten in die darauffolgende Druckphase der Gastgeber fiel jedoch das bittere 0:1 (21.). Nach einem etwas zu kurz geratenen Abstoß von Torhüter Kobras und einer von Philipp Netzer unglücklichen Weiterleitung des Leders an den Gegner nützte Kuen den darauffolgenden Konterangriff prompt zum schmeichelhaften Führ­ungstreffer der Steirer.

Spiel gedreht

Die Reaktion der Pastoor-Elf auf diesen neuerlichen Nackenschlag war dieses Mal allerdings beeindruckend: Bei strömendem Regen lancierten die Rheindörfler einige ansehnliche Spielzüge. Nach etwas mehr als einer halben Stunde war es endlich soweit: Kapitän Philipp Netzer setzte den Ball, hart an der Abseitsgrenze, nach einem von Thurnwald getretenen Freistoß aus kurzer Distanz wuchtig per Kopf in die Maschen. Der Stein der von den Schultern der Altacher abfiel, war förmlich zu spüren. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff sorgte Manfred Fischer gar für die umjubelte 2:1-Führung. Sturms Trainer Christian Ilzer, der sein Team vor den angeschlagenen Altachern warnte, war bedient und verschwand sichtlich „angesäuert“ in die Kabine. Auch nach dem Wiederanpfiff rackerten die Gastgeber auf dem tiefen Boden um jeden Zentimeter. In jeder Sekunde war der unbedingte Siegeswille erkennbar. Auf der Gegenseite versuchten die Grazer mit einem Dreifachtausch ihrerseits für neuen Schwung zu sorgen. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven, auf dem immer tiefer werdenden Grün war die Partie ein Kampf auf Biegen und Brechen. Und nach viel Hektik und einigen brenzligen Situationen in beiden Sechzehnern belohnten sich die Altacher – die auch für ihren angezählten Trainer rackerten – seit langem wieder einmal. Kein Wunder, dass sich nach dem Schlusspfiff das ganze Team und der Betreuerstab jubelnd in den Armen lag.  WAM

<p class="caption">Manfred Fischer jubelt nach seinem Tor zur 2:1-Führung. Fotos: APA</p>

Manfred Fischer jubelt nach seinem Tor zur 2:1-Führung. Fotos: APA