SCR Altach hadert nach 0:1 gegen LASK

Die Rheindörfler mussten sich gestern der Mannschaft aus Oberösterreich geschlagen geben.  Fotos: APA/Stiplovsek, GEPA/Lerch

Die Rheindörfler mussten sich gestern der Mannschaft aus Oberösterreich geschlagen geben.  Fotos: APA/Stiplovsek, GEPA/Lerch

Ein unklarer Treffer zugunsten des LASK – offiziell ein Eigentor – brachte gestern in der Cashpoint Arena die Entscheidung für den Favoriten.

Spielerische Glanzlichter forderte Altachs Neo-Trainer Damir Canadi im Vorfeld von seiner Truppe nicht, vielmehr lag das Augenmerk gegen den LASK auf einer stabilen Defensivarbeit. Dies zeigte sich auch bei der Aufstellung: Mit einer körperlich robusten Fünferkette rund um Routinier Neven Subotic und davor den beiden „Sechsern“ Oum Gouet sowie dem Ex-Linzer Stefan Haudum wurden die Räume für die Gäste von Anfang an stark eingeengt. Diese Taktik ging gut auf, denn der Tabellendritte kam aus dem Spiel heraus kaum einmal gefährlich vors Tor von Martin Kobras. Und bei den gefürchteten Standardsituationen gegen Trauner und Co. hielt die konzentriert arbeitende Altacher „Mauer“ stand.

Klares Abseits vor dem 0:1

Doch nach einer halben Stunde folgte das spielentscheidende Blackout: Allerdings nicht von einem Spieler, sondern vom Schiedsrichtergespann, welches eine glasklare Abseitsstellung der Gäste übersah. Ein Déjà-Vu für den SCRA wie schon gegen die Wiener Austria. Und prompt stand es 0:1 und für die (zu Recht) heftigen Proteste vom – durchaus als impulsiv und emotional bekannten – Coach der Gastgeber sah dieser die gelbe Karte. Aber ohne Videobeweis änderte sich natürlich nichts mehr an dieser „Tatsachenentscheidung“. Offiziell handelte es sich um ein Eigentor durch Subotic. Mit entsprechender Wut im Bauch drängten die Schwarz-Weißen in Folge auf den Ausgleich. Während Nationalteam-Torhüter Alexander Schlager gegen Haudum (36.) und Fischer (38.) glänzend parierte, ließen Daniel Nussbaumer und Marco Meilinger beim letzten Vorstoß vor dem Pausenpfiff zwei sogenannte „Hundertprozentige“ innert weniger Sekunden aus.

Vergebliches „Anrennen“

Auch nach dem Pausentee änderte sich wenig an der Spielanlage. Jedoch zogen sich die Favoriten nach der schmeichelhaften Führung zusehends von Minute zu Minute weiter zurück, ließen die bis unter die Hautspitzen motivierten Rheindörfler sprichwörtlich anrennen und lauerten ihrerseits auf Konterchancen. Eine solche tat sich etwa in der 54. Minute auf, als Subotic in extremis auf der Linie den zweiten Gegentreffer verhinderte und eine Minute später ein Schuss von Goiginger knapp am Tor vorbei strich. Die beste Altacher Chance hatte kurz darauf Manuel Thurnwald vor den Füßen, sein Sololauf im LASK-Sechzehner blieb allerdings knapp unbelohnt. Genauso wie letztlich der insgesamt sehr beherzte Auftritt der Elf von Trainer Damir Canadi, welche sich gestern nicht nur ein 11:4-Eckenverhältnis erarbeitete, sondern auch in Sachen Einsatz und Kampfkraft zumindest einen Punkt mehr als redlich verdient hätte.  WAM

<p class="caption">Auf Altacher Seite gab es Diskussionen mit dem Schiedsrichter.</p>

Auf Altacher Seite gab es Diskussionen mit dem Schiedsrichter.

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