Lucky Punch zum 1:0

Gegen St. Pölten hat sich gestern der Cashpoint SCR Altach drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Fotos: GEPA

Gegen St. Pölten hat sich gestern der Cashpoint SCR Altach drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Fotos: GEPA

Altachs Trainer Canadi gewinnt das Prestige-Duell gegen Zellhofers SKN St. Pölten.

Im harten, bislang nicht sehr erfolgreichen Abstiegskampf zog der Sportchef des SKN St. Pälten vor kurzem sprichwörtlich die Reißleine, beurlaubte Robert Ibertsberger und kehrte nach zehnjähriger Abstinenz wieder selbst auf die Trainerbank zurück. Er soll mit seiner Erfahrung den drohenden Abstieg der Niederösterreicher verhindern. Daher bot das Duell in Altach natürlich eine besondere Brisanz, war Georg Zellhofer doch viele Jahre lang bei den Rheindörflern erfolgreich als Sportdirektor tätig – und davon zudem lange Zeit an der Seite vom alten und neuen Altacher Coach Damir Canadi.

Kaum Torchancen

Vom Anpfiff weg ging es in der Cashpointarena munter los. Es ging um sehr viel und daher versuchten beide Teams umgehend das so wichtige erste Tor zu erzielen, denn dem Verlierer der Partie drohte im Vorfeld sogar die rote Laterne. In der neunten Minute hatten die Altacher erstmals das Glück auf ihrer Seite, als Gästestürmer Dor Hugy allein vor Tor das Leder aus fünf Metern nicht an Altach-Keeper Kobras vorbei brachte. Zwei Minuten setzte er den Ball knapp am Tor vorbei. Das kollektive Durchatmen auf der Altacher Bank war bis auf die Tribüne zu hören. Auf der anderen Seite reichte es vorerst trotz einer nominell starken Offensivbesetzung nur zu einigen „Halbchancen“, wie etwa bei einem satten Schuss von der Strafraumgrenze durch Kapitän Philipp Netzer (26.). Die nervliche Anspannung und die damit erklärbare fehlende Präzision war in vielen Situationen zu sehen. Technische Fehler auf beiden Seiten sorgten zwar in den ersten 45 Minuten für ein munteres Hin-und-her, aber eben für wenige zwingende Aktionen.

Goldtor von Fischer

Die Spannung stieg nach dem Wiederanpfiff von Minute zu Minute, beide Teams hatten Angst vor einem Gegentreffer. In der 59. Minute sorgte Altachs Trainer mit einem nicht alltäglichen „Vierfach-Wechsel“ für einen Weckruf. Wenige Sekunden später fand jedoch die Zellhofer-Elf urplötzlich eine Großchance vor, aber der ebenfalls eingewechselte Taylor Booth verzog seinen Schuss über die Querlatte. Doch auch die neuen Kräfte auf Seiten der Hausherren fanden zunächst gegen die robusten Gäste kaum Möglichkeiten vor. Doch dann kam die 81. Minute: Mittelfeldmotor Manfred Fischer fasste sich aus zwanzig Meter Entfernung ein Herz und sorgte für das umjubelte 1:0. Ein Treffer mitten ins Herz für die Gäste, welche bis dahin die Partie durchaus im Griff hatten. Und bis auf die Nachspielzeit – als es im dicht besetzten Sechzehner vor Torhüter Kobras lichterloh brannte und das Leder abermals knapp über die Latte strich – ließ die routinierte Altacher Hintermannschaft rund um Subotic und Dabanli in der Schlussphase keine Ausgleichschance mehr zu. Der so wichtige, wenn auch etwas schmeichelhafte Dreier war kurz darauf im Trockenen!  WAM

<p class="caption">Fischer feiert mit Gouet seinen Treffer zum 1:0-Sieg.</p>

Fischer feiert mit Gouet seinen Treffer zum 1:0-Sieg.

<p class="caption">Hatte sich seine Rückkehr nach Altach anders vorgestellt: Georg Zellhofer.</p>

Hatte sich seine Rückkehr nach Altach anders vorgestellt: Georg Zellhofer.

<p class="caption">Manfred Fischer, hier im Zweikampf mit Alexander Schmidt, war gestern nicht nur wegen seines Tores einer der besten Altacher. Fotos: GEPA</p>

Manfred Fischer, hier im Zweikampf mit Alexander Schmidt, war gestern nicht nur wegen seines Tores einer der besten Altacher. Fotos: GEPA

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