1:2-Heimpleite für Altach

Der Altacher Rückhalt Tino Casali musste kurz vor Ende verletzt vom Platz. Foto GEPA

Der Altacher Rückhalt Tino Casali musste kurz vor Ende verletzt vom Platz. Foto GEPA

Bitter: Trotz eines frühen Führungstreffers zog die Canadi-Elf gegen Wolfsberg den Kürzeren.

Zwar fehlte Altachs über zwei Meter große Neuzugang Pape-Alioune Ndiaye noch gegen die Wolfsberger, doch der SCR Altach wollte unbedingt den Dreier, um sich im Vorderfeld der Tabelle zu etablieren. Nur die wenigsten hätten es den Rheindörflern vor Beginn der Saison zugetraut, dass sich ihre Elf nach fünf Runden mit sieben Punkten auf dem vierten Tabellenrang wiederfindet. Die Gäste aus Kärnten waren also gewarnt vor der Altacher Formstärke und versuchten ihrerseits anfangs mit einer stabilen Defensivaufstellung erst gar keinen Druck der Gastgeber aufkommen zu lassen. Doch die Taktik von WAC-Coach Robin Dutt war bereits nach wenigen Minuten über den Haufen geworfen: Goalgetter Atdhe Nuhiu sorgte nach einem schnellen Angriff mit einem herrlichen „Fersler“ mit dem Rücken zum Tor für die umjubelte rasche 1:0-Führung. Die erfolgreich abgefälschte Vorlage kam vom mitaufgerückten Außenverteidiger Manuel Thurnwald.

Doppelpack vor der Pause

Doch den Gästen gelang der „Turnaround“ und sie übernahmen in Folge bei strömendem Regen immer mehr das Kommando in der Cashpointarena. Zwar hatte die Canadi-Elf vorerst Glück, dass die Pfeife des Schiedsrichters nach einem ruppigen Zweikampf zwischen Edokpolor und Röcher im Sechszehner (22.) stumm blieb, aber unmittelbar vor dem Pausenpfiff drehten die Kärntner mit einem überaus glücklichen und umstrittenen Doppelschlag die Partie: Nach Ausgleich per Kopf durch Tai Baribo (43./nach einem fragwürdigen Freistoß) doppelte Thorsten Röcher eine Minute später zum 1:2-Halbzeitstand nach. Nach Videoanalyse entschied der Unparteiische, dass der Gästestürmer zuvor um Zentimeter nicht im Abseits stand.

Kobras mit Saison-Einstand

Diese beiden Gegentreffer waren ein spürbarer „Nackenschlag“ für die Altacher, die nach dem Pausentee nur schwer ins Spiel fanden. Viele Fehlpässe prägten nun deren Spiel gegen die technisch beschlagenen Gäste, die es ihrerseits jedoch verabsäumten, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Chancen dazu gab es einige, aber der finale Pass blieb zum Glück für die Altacher zumeist aus. In der 70. Minute hatte Joker Sandi Krizman dennoch den Ausgleich vor Augen, sein Kopfball wurde aber vom Gästekeeper entschärft. Aber auch der junge Altacher Torhüter Tino Casali bewies Klasse und hielt sein Team bei den „Hundertprozentigen“ von Röcher (78.) und Dieng (82.) im Spiel. Kurz darauf musste er allerdings verletzt vom Platz und wurde in der Schlussphase von Routinier Martin Kobras ersetzt. Der erhoffte Ausgleich gelang den Rheindörflern in einer hektischen Schlussoffensive mit einigen brenzligen Strafraumsituationen während der sieben Minuten dauernden Nachspielzeit nicht mehr.

 WAM

<p class="caption">Der beste Platz im Stadion – die WANN & WO-Fanbank am Spielfeldrand.  Foto: Lutz</p>

Der beste Platz im Stadion – die WANN & WO-Fanbank am Spielfeldrand.  Foto: Lutz

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