SCR Altach hadert mit dem VAR

Altachs Felix Strauß im Zweikampf mit Dario Tadic.

Altachs Felix Strauß im Zweikampf mit Dario Tadic.

Unglücklicher ­Spielverlauf bei der bitteren 0:2-Heimpleite der Canadi-Elf gegen Hartberg.

Nach den zuletzt so guten Ergebnissen – dem Remis gegen Tabellenführer Salzburg und dem Sieg über den LASK – schielte man im Lager der Altacher nicht zu Unrecht bereits etwas in Richtung oberes Play-off. Zumal man eigentlich einen Dreier gegen den direkten Mitkonkurrenten TSV Hartberg dazu eingeplant hätte. Es kam aber leider anders als erhofft und das gestrige Spiel sorgte wieder für einen Dämpfer bei der Canadi-Elf. Und das lag einmal mehr in dieser Saison an überaus knappen und nicht unumstrittenen VAR-Entscheidungen gegen den SCRA: Nach einer Viertelstunde tauchten urplötzlich nach einem steilen Pass in die Tiefe drei Hartberger allein vor dem Altacher Tor auf. Selbst der Torschütze Noel Niemann jubelte nur verhalten. Doch der VAR überstimmte das Schiedsrichter-Gespann und entschied auf Tor für die Gäste, da der „Passempfänger“ Jürgen Heil um wenige Zentimeter nicht im Abseits stand. Doch das sollte nicht die letzte unglückliche Situation für die Gastgeber bleiben, denn in der 28. Minute entschied der Unparteiische nach VAR-Intervention und Bildschirmstudium auf „Rot“ für Altachs Linksverteidiger Nosa Edokpolor. Dieser kam bei einem Zweikampf um einen Tick zu spät und traf den Gegner am Knöchel. Ein zwingender Platzverweis war es nicht, aber eine „Kann-Entscheidung“ zu Ungunsten der Rheindörfler. Zu diesem desaströsen Spielverlauf passte es auch, dass Manuel Thurnwald seine Riesenchance zum Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff allein vor dem Tor der Steirer ausließ.

Keine Chance in Unterzahl

Zum Wiederanpfiff versuchte der Altach-Trainer mit einem Doppeltausch wieder für frischen Wind zu in seiner Truppe zu sorgen. Doch in Unterzahl taten sich Nuhiu, Tartarotti und Co. sehr schwer, zu effektiven Chancen gegen die routinierten Gäste zu kommen. Obwohl auch diese keineswegs spielerisch glänzten, leuchtete es dennoch in der 54. Minute 0:2 von der Anzeigetafel. Hartbergs Jürgen Heil nutzte einen Abwehrfehler von Altachs Innenverteidiger Ndiaye eiskalt aus und netzte via Innenstange unhaltbar für Keeper Casali ein. Für seinen provokanten Torjubel vor der Altacher Fankurve hätte sich der Stürmer allerdings durchaus eine Verwarnung verdient. Aber dies tat auch nicht mehr viel zur Sache, das für die Rheindörfler so bittere und unglücklich verlaufende Spiel war zum Abhaken. Da half auch die Alles-oder-nichts-Variante mit drei Stürmern in der letzten Viertelstunde nichts mehr. Für den einzigen Höhepunkt in der Schlussphase sorgte passend zum Spiel wieder der VAR, der den dritten Treffer der Gäste nach einer klaren Abseitsstellung zu Recht aberkannte.  WAM

<p class="caption">Hartberg-Spieler Philipp Sturm musste vom Platz getragen werden.  Fotos: APA/Stiplovsek</p>

Hartberg-Spieler Philipp Sturm musste vom Platz getragen werden.
Fotos: APA/Stiplovsek

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