0:3-Niederlage – Altach in Herbstdepression

Raffael Behounek (Wattens) und Johannes Tartarotti (Altach) im Zweikampf.  Foto: GEPA

Raffael Behounek (Wattens) und Johannes Tartarotti (Altach) im Zweikampf.  Foto: GEPA

Gegen ­Wattens ließ der SCR Altach gestern ­jegliche ­Durchschlagskraft ­vermissen.

Die Vorzeichen vor dem West-Derby waren gelinde gesagt nicht optimal. Da war zum einen das fehlende Selbstvertrauen nach den zuletzt dürftigen Ergebnissen und zum anderen sorgte das Fehlen von Atdhe Nuhiu für Kopfzerbrechen. Warum? Außer dem bulligen Sturmtank hat in dieser Saison noch kein Altacher mehr als einen Treffer erzielen können, was auch ein wenig die Ineffizienz vor dem gegnerischen Tor widerspiegelt. Dem nicht genug musste auch noch Youngster Noah Bischof seine im letzten Spiel ausgefasste Sperre absitzen. Somit musste es vor leeren Rängen der zweite Offensiv-Anzug der Gastgeber richten. Dieser bekam anfangs aber so gut wie keine Bälle, denn die sich zuletzt im Aufwind befindlichen Gäste aus Wattens übernahmen vom Anpfiff weg das Kommando. Und ein Déjà-vu folgte bereits nach elf Minuten: Nach einem unnötigen Elferfoul von Sebastian Aigner ließ sich WSG-Goalgetter Vrioni nicht zweimal bitten und traf souverän vom Punkt zum 0:1. Der Gegentreffer wirkte aber wie ein Weckruf für die Canadi-Elf, die in Folge innert vier Minuten zu drei Riesenchancen kam: Erst setzte Tartarotti das Leder um Zentimeter neben das Tor (17.), dann rettete nach einem „Stanglpass“ von Edokpolor der Pfosten vor einem Eigentor der Tiroler und letztlich scheiterte Csaba Bukta allein vor dem Tormann. Es sollte nicht sein – einmal mehr wollte aus Sicht der Rheindörfler „das Runde einfach nicht ins Eckige“. Es war zum Haare-Raufen auf der Altacher Trainerbank, zumal die Gäste ihrerseits auch alles andere als unschlagbar agierten. Aber eben etwas effizienter.

Ein Spiel zum Abhaken

So wie nur sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff, als ausgerechnet der Ländle-Export Valentino Müller mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze für die 0:2-Vorentscheidung sorgte. Zwar probierten Tartarotti und Co. in Folge alles, aber allzu viel gelang den Rheindörflern in den zweiten 45 Minuten nicht mehr. Die Gäste spielten die Führung ohne zu glänzen nach Hause und trafen kurz vor Schluss durch Vrioni aus einem Konter gar zum dritten Mal. So war es letztlich für den Tabellenletzten – der die Transferperiode sehnlichst erwartet – einmal mehr ein Spiel zum Abhaken ohne Durchschlagskraft nach vorne.  WAM