„Izzi“: „Gold ist für ­Österreich!“

Nachdem Schweizer Medien Alessandro ­Hämmerles Goldmedaille für die Eidgenossen beanspruchen wollten, bezog „Izzi“ gestern Position.

„Meine ganze Snowboard-Ausbildung habe ich in Österreich gemacht, ich bin im Skigebiet bei uns aufgewachsen“, sagte Hämmerle, der als Sohn einer Schweizerin zwar im Kanton Thurgau geboren wurde, jedoch im Alter von acht Jahren nach Vorarlberg kam. Die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“ hatte nach Hämmerles Olympiasieg getitelt: „Ösi-Gold-Boarder ist eigentlich ein Schweizer“ und: „Einen ihrer Olympiasieger haben sie der Schweiz zu verdanken“. Hämmerle scherzte nun in Richtung seines Geburtslandes: „Wenn die Schweizer die Medaille für sich wollen, hätten sie mir noch was Anderes beibringen müssen als den Dialekt.“ Hämmerles Mutter teilte zudem mit: „Wären wir damals nicht übersiedelt, wäre er nie Snowboarder geworden.“ Mit sieben Medaillen (2 Gold) hatten die Eidgenossen gestern Mittag halb so viele Medaillen wie Österreich geholt.

Keine Medaille im Mixed: „Tut mir schon sehr weh“

Im erstmals bei Olympia ausgetragenen Mixed-Team-Bewerb der Crosser schieden Hämmerle und Teamkollegin Pia Zerkhold gestern in Zhangjiakou bereits in der ersten Runde (Viertelfinale) aus. „Es tut mir schon sehr weh, muss ich sagen. Ich bin so ein ehrgeiziger Trottel, das gibt’s nicht“, sagte Hämmerle, nachdem es im Mixed-Cross nicht für eine Medaille reichte. Dabei war dem Einzel-Olympiasieger im vierten Viertelfinale zunächst ein souveräner Start-Ziel-Sieg für das hinter Italien als Nummer 2 gesetzte Österreich gelungen. Zerkhold ging danach mit fast drei Zehntel Sekunden Vorsprung als Erste in ihren Lauf und führte diesen zunächst auch souverän an. Durch einen Fahrfehler verlor die 23-jährige Niederösterreicherin dann aber komplett das Tempo und wurde von ihren drei Konkurrentinnen überholt.

„Wenn die Schweizer die Medaille für sich wollen, hätten sie mir noch was Anderes ­beibringen ­müssen, als den ­Dialekt.“

SBX-Olympiasieger Alessandro „Izzi“ Hämmerle.