Motorsport pur!

Ab nach Portugal: W&W durfte den Dornbirner Porsche-Pro Sebastian Daum und das KTR Team zu Saison­vorbereitungen nach Portimão begleiten.

Freitag, 4. Februar, kurz vor 7 Uhr: PCR-Test? Check. Impfzertifikat? Check. Einreiseformular? Check. Mein Smartphone vibriert. „Sind da.“ Vor der Wohnung wartet ein schwarzer Audi. Am Steuer: der 23-jährige Porsche Super Sports Cup-Champ 2018, Sebastian Daum aus Dornbirn, auf dem Beifahrersitz sein Vater Jürgen. Der Flughafen ist schnell erreicht, nach einem kleinen Frühstück begeben wir uns zum Gate und sitzen wenig später schon in der Maschine einer deutschen Billigairline. An Bord gilt: Zur Konsumation darf man die Maske abnehmen. Die Maschine ist bis auf den letzten Platz gefüllt – und jeder konsumiert.

Orangen, Ziegen –
und Rennautos

Nach einem kurzweiligen Flug landen wir in Faro an Portugals Südküste. Covid-Kontrolle? Check. Mietauto? Check. Seit Memmingen sind wir übrigens zu viert unterwegs, „Gentleman-Driver“ Joachim Bleyer aus Deutschland, der an diesem Wochenende im Porsche 911 GT3 991 von Sebastian instruiert wird, hat sich uns angeschlossen. Am Hafen noch kurz Mittagessen, dann geht’s weiter Richtung Strecke. Nach 20 Minuten Autobahnfahrt gelangen wir ins hügelige Hinterland. Hier gibt es Olivenhaine, Orangenplantagen, Ziegenherden – und mitten im Nirgendwo: das topmoderne Autódromo Internacional do Algarve mit gewaltigem 5*-Hotelkomplex samt einladender Terrasse mit Blick auf die Strecke. Hier bleiben wir den Rest des Tages. Es gibt nur ein Gesprächsthema: Motorsport. Von Weitem hört man das Dröhnen der Motoren. Bis Sebastian und Joachim aber selbst ins Lenkrad greifen dürfen, ist noch etwas Zeit. Den Samstag nutzen wir für einen Ausflug an die Küste, finden eine gemütliche Bar und genießen die Sonne und den Blick aufs Meer.

Technik streikt

Der Sonntag ist schnell erzählt: Während die anderen angereisten Teams eine Runde nach der anderen in den portugiesischen Asphalt brennen, rollt der von Sebastian pilotierte Porsche nach wenigen Umläufen wieder in die Box. Kupplungsschaden. Ein Problem, dass sich erst in der Nacht auf Montag beheben lässt. Den beiden Piloten geht dadurch leider wichtige Fahrzeit verloren.

WANN & WO on Track

Montagvormittag, wenige Stunden vor dem Rückflug: Das Auto ist repariert. Unermüdlich spulen die zwei Porsche-Fahrer ihre Runden ab. Als (persönliches) Highlight des Wochenendes darf ich Platz auf dem Beifahrersitz nehmen und mich von Sebastian mit Vollgas um den spektakulären, in Hügel eingebetteten Rundkurs pilotieren lassen. 15 Runden lang wirft es mich in den Gurten hin und her, vor und zurück. Was für eine Erfahrung! Und dann ist leider auch schon wieder alles vorbei. Am Mittag geht’s zurück zum Flughafen. Beim Einsteigen in die Maschine genieße ich ein letztes Mal die frühlingshaften Temperaturen. Denn: In Memmingen hat’s übers Wochenende geschneit, die Temperaturen kratzen am Gefrierpunkt. Dicke Winterjacke statt kurzer Hose? Leider … check.

<p class="caption">Bei den Wintertests auf dem portugiesischen Kurs war einiges los. Teams aus aller Welt drehten ihre Runden.</p>

Bei den Wintertests auf dem portugiesischen Kurs war einiges los. Teams aus aller Welt drehten ihre Runden.

<p class="caption">Unterwegs an der Rennstrecke.</p>

Unterwegs an der Rennstrecke.

<p class="caption">Nach diesem Verbremser war der Slick bis aufs Gewebe abgeschabt. Ab zum Reifenwechsel.</p>

Nach diesem Verbremser war der Slick bis aufs Gewebe abgeschabt. Ab zum Reifenwechsel.

<p class="caption">Böser Blick: der Lamborghini Huracan GT3.</p>

Böser Blick: der Lamborghini Huracan GT3.

<p class="caption">Der Audi-befeuerte KTM X-Bow GTX.</p>

Der Audi-befeuerte KTM X-Bow GTX.

<p class="caption">Ferrari 488 GT3 des deutschen Racing One Teams.</p>

Ferrari 488 GT3 des deutschen Racing One Teams.

<p class="caption">Mercedes AMG brachte das Hypercar „Project One“ an die ­Strecke. Die Boliden mit Formel-1-Technik wurden vor ­neugierigen Blicken in der Box versteckt.</p>

Mercedes AMG brachte das Hypercar „Project One“ an die ­Strecke. Die Boliden mit Formel-1-Technik wurden vor ­neugierigen Blicken in der Box versteckt.

<p class="caption">Im Flieger nach Portugal: (v.re.) Jürgen Daum, Harald Küng und Sebastian Daum.</p>

Im Flieger nach Portugal: (v.re.) Jürgen Daum, Harald Küng und Sebastian Daum.

<p class="caption">Sonnenaufgang über dem Autódromo Internacional do Algarve in Portimão. Noch ist es still an der Rennstrecke.</p>

Sonnenaufgang über dem Autódromo Internacional do Algarve in Portimão. Noch ist es still an der Rennstrecke.

<p class="caption">Der VIP Tower im Infield des Kurses.</p>

Der VIP Tower im Infield des Kurses.