Der Antilauf geht weiter

Altachs Ange Mickael Nanizayamo im Zweikampf mit Stefano Surdanovic und Jan Vodhanel.  Fotos: GEPA/Lerch

Altachs Ange Mickael Nanizayamo im Zweikampf mit Stefano Surdanovic und Jan Vodhanel.  Fotos: GEPA/Lerch

Unglückliche 0:2-Niederlage für den SCR Altach im Kellerduell gegen den FC Flyalarm Admira.

Das Spiel begann wie in einem schlechten Film: Nach einem äußerst umstrittenen Freistoß gegen die Altacher (3.) kam in Folge ein Admiraner im Sechzehner zu Fall. Zur Überraschung aller griff eine Minute später der VAR ins Geschehen ein. Nachdem sich die Herren im Studio nicht sicher waren, schritt der Referee Andreas Heiss persönlich zum Bildschirm – und entschied nach längerem Studium auf den Elfmeterpunkt. Zwar konnte Altachs Keeper Casali den Elfer von Roman Kerschbaum abwehren, aber das Leder fiel dem Schützen nochmals genau vor die Beine. Und schon leuchtete es nach sieben Minuten mit 0:1 von der Anzeigetafel. Wenn’s eh schon nicht läuft, dann ist so eine Situation natürlich „Gift“ für die Moral in einem Team. Nach der ersten Schockphase und zwei wichtigen Rettungstaten von Schlussmann Tino Casali (16./17.) tauchte die Heimelf erstmals gefährlich vor dem Gästegehäuse auf. Und Sturmtank Atdhe Nuhiu spitzelte den Ball unter großem Jubel der 2700 Fans in der Cashpoint-Arena ins Netz. Doch der „Unparteiische“ hatte als Einziger im Stadion zuvor eine Regelwidrigkeit gesehen – und der Treffer wurde tatsächlich nicht anerkannt! Klar, dass der Mann in Schwarz in Folge nicht zum Publikumsliebling avancierte …

Altach vergibt Elfmeter

Zumindest bis zur 35. Minute, als er nach einem Foul an Edokpolor und neuerlicher Intervention des Videoassistenten für die Altacher auf den Elfmeterpunkt zeigte. Nuhiu übernahm die Verantwortung und scheiterte zum Entsetzen aller am Admira-Torhüter! Extrem bitter, aber am Ende passend in die unglück­selige Dramaturgie an diesem Abend. Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgte Mustapha nach einer feinen Einzelleistung im Strafraum der Gastgeber für die 0:2-Vorentscheidung zugunsten der Elf von Ex-Teamspieler Andreas Herzog. Spätestens jetzt war klar, dass aus dem angekündigten Pflichtsieg der Schwarz-Weißen wohl nichts werden würde. Erst recht, als in der vehementen Schlussphase mit viel Einsatz bei Zwischenbrugger, Nuhiu und Co. auch noch der Torpfosten den hochverdienten Anschlusstreffer durch Christoph Monschein verhinderte. Der FC Admira hingegen freute sich über wichtige Punkte im Abstiegskampf und blieb zum sechsten Mal in Folge auswärts ohne Niederlage. Anders ist die Stimmungslage bei den Rheindörflern. Aber ohne nun in Hoffnungslosigkeit zu verfallen, gilt es für das Trainerteam trotz allem den Fokus nach vorne zu richten. Dank der Punktehalbierung vor dem Play-off lebt die Chance auf den Klassenerhalt weiterhin. Und wer weiß, vielleicht kann der Schweizer Chefcoach Magnin dann erstmals in seiner Amtszeit einen Tor bejubeln.  WAM