Kein „Wunder von Röthis“

Der König der Lüfte – der Grazer Alexander Prass. Fotos: GEPA, SC Röthis

Der König der Lüfte – der Grazer Alexander Prass. Fotos: GEPA, SC Röthis

Als gestern pünktlich um halb Elf das „Jahrhundertspiel“ für den SC Röfix Röthis angepfiffen wurde, war die Euphorie unter den Anhängern und den Clubverantwortlichen gleichermaßen riesengroß. Kein Wunder, war doch mit Sturm Graz einer der renommiertesten Bundesligaclubs Österreichs und der aktuelle Vizemeister zu Gast. Und dieser nahm die Gastgeber durchaus ernst und startete eine Woche vor dem Meisterschaftsbeginn mit der „Einser-Garnitur“ in die erste Runde des Uniqa ÖFB-Cups. Der Wunsch des Röthner Trainers Dominik Visintainer, möglichst lange hinten die Null zu halten, erfüllte sich leider nicht. Ausgerechnet der routinierte Abwehrchef Mario Bolter ließ sich von Sturms Angreifer Rasmus Höjlund am Sechzehner das Leder abluchsen und musste in Folge mitansehen, wie dieser unhaltbar zum Grazer Führungstreffer einnetzte. Erst vier Minuten waren zu diesem Zeitpunkt vorüber. Doch die Gastgeber zeigten sich nur kurz geschockt und hielten in Folge kämpferisch gut dagegen, auch wenn natürlich in Sachen Balltechnik und Spielfluss ein Klassenunterschied deutlich zu erkennen war. Unmittelbar nach einem ersten vielversprechenden Angriff der Oberländer war es der mitaufgerückte Verteidiger und U21-Teamspieler David Affengruber, der einen perfekt gespielten Konter (17.) eiskalt zum 0:2 ausnützte. Während die gelegentlichen „Nadelstiche“ des SC Röfix zwar für Stimmung, aber nichts Zählbares sorgten, trafen der bullige Rasmus Höjlund (32.) mit seinem zweiten Treffer sowie Mittelfeldstratege Manprit Sarkaria zum klaren 0:4-Halbzeitstand.

Ehrentreffer gelang nicht

Ausgestattet mit neuer Motivation kamen die Blau-Weißen aus Röthis aus der Kabine und durch Mario Bolter per Kopf nach einer Standardsituation beinahe zum verdienten Ehrentreffer. Ein solcher wollte auch dem pfeilschnellen Röthner Angreifer Marco Wieser nicht gelingen, der bei seinen zwei Topchancen (58./70.) den Ball jeweils nicht an Teamtorhüter Jörg Siebenhandl vorbeibrachte. Dazwischen traf abermals Sarkaria bereits zum fünften Mal für die Grazer, die allerdings in den zweiten 45 Minuten deutlich weniger Zielstrebigkeit bei ihren Aktionen zeigten und in der Schlussphase bis auf den Treffer zum 0:6 in der Schlussminute durch Luca Kronberger eine Vielzahl an „Hochkarätern“ leichtfertig ausließen. Dennoch zeigten sich beide Mannschaften bei strahlendem Sonnenschein nach dem Schlusspfiff zufrieden – die einen, weil sie ein tolles Pflichtspiel gegen ein Topteam absolvieren konnten, die anderen, weil sie ihre Pflichtübung im Ländle souverän absolvierten. WM

<p class="caption">Fans von Sturm Graz.</p>

Fans von Sturm Graz.

<p class="caption">Die beiden Grazer David Affengruber und Rasmus Hoejlund jubeln.</p>

Die beiden Grazer David Affengruber und Rasmus Hoejlund jubeln.

Uniqa- ÖFB-Cup
1. Runde

Freitagspiele mit
Vorarlbergbeteiligung:

A. Dornbirn – A. Klagenfurt  1:8 (1:4)
Huber (20.) bzw. Wernitznig (2.), Cvetko (18., 22.), Mahrer (25.), Pink (53.),
Karweina (81.), Arweiler (84.), Rieder (86.)

Vöcklamarkt – FC Dornbirn 0:5 (0:2)
Renan (6., 49., 73.), Parger (12.),
Mandl (80.)

Samstagspiele mit
Vorarlbergbeteiligung:

SC Röthis – SK Sturm Graz  0:6 (0:4)
Hjölund (4., 32.), Sarkaria (45., 62.),
Affengruber (16.), Kronberger (90.)

FC Marchfeld – A. Lustenau 2:3 (1:0)
Ortner (12.), Entrup (61.);
Surdanovic (46., 54.), Schmid (65.)

SW Bregenz – SV Seekrichen 3:0 (0:0)
Vinícius Gomes (28., 31.), Vukasinovic (92.)

Elektra Wien – SCRA Altach Abendspiel

Hohenems – BW Linz Abendspiel