Lustenau geht baden

Lustenaus Cem Türkmen im strömenden Regen im Zweikampf mit Maurice Malone (WAC). Foto: Lerch

Lustenaus Cem Türkmen im strömenden Regen im Zweikampf mit Maurice Malone (WAC). Foto: Lerch

An einem regnerischen zehnten Spieltag der Admiral Bundesliga empfing die Austria Lustenau den Wolfsberger AC. Die brisante Partie endete 1:3.

Der nasse Rasen bereitete beiden Mannschaften Probleme. Doch schnell zeigte sich, dass die Gäste mit viel Selbstvertrauen im Gepäck angereist waren. Die Anfangsphase spielte sich zunächst ausschließlich in der Hälfte der Austria ab. So dauerte es nur drei Minuten, bis Thierno Ballo der Ball am Sechszehner vor die Füße fiel und er diesen flach in den linken Winkel verwandelte – neben dem Regen eine weitere kalte Dusche für die Lustenauer. Doch zumindest waren die Hausherren nun hellwach und versuchten, dagegen zu halten. Dies zeigte zum ersten Mal in der 16. Minute Wirkung. Nach Freistoß von links wehrte WAC-Goalie Bonmann den Schuss kurz ab und Stürmer Tai Baribo konnte den Nachschuss von der Linie kratzen.

Die Austria setzte sich mehr und mehr in der gegnerischen Hälfte fest, die Gäste versuchten, mit schnellen Kontern zu antworten. Die Partie wurde nun etwas ruppiger und war von einigen Spielunterbrechungen geprägt. Dennoch kam es in Minute 40 zum Befreiungsschlag der Gastgeber: Stefano Surdanovic kam nach Gestocher im WAC-Strafraum an den Ball und traf zum verdienten Ausgleich für die Austria. Mit dem Spielstand 1:1 ging es in die Pause.

WAC legt in Hälfte zwei nach

Lustenau kam mit zwei Veränderungen aus der Kabine – für Turkmen kam Fridrikas sowie Bellache für Diaby – und machte weiter Druck. Nun kam es zu einigen brisanten Szenen im Strafraum der Gäste, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren. Aus dem Nichts dann die erneute Führung für den WAC (63.), als Tai Baribo unbedrängt am Strafraumrand zum Schuss ansetzte und mittels Aufsetzer zum 1:2 traf. Die dadurch beflügelten Wolfsberger machten nun die Partie. Ein theatralischer Fall des WAC Stürmers Malone, nach minimalem Kontakt mit Austria-Schlussmann Schirl, war Schiedsrichter Oliver Fluch zu wenig für einen Elfer-Pfiff und auch ein abgefälschter Stangen-Roller war nicht genug um die Führung der Gäste auszubauen.

Ab der 75. Minute wurde das Spiel wieder etwas ausgeglichener, bis der eingewechselte Thorsten Röcher in Minute 80 von rechts per Aufsetzer auf 1:3 stellte – ein erneuter Dämpfer für die Hausherren. Die Austria war in der Schlussphase nicht mehr in der Lage, noch etwas auszurichten. Und so endete die verregnete Partie mit 1:3 für den WAC. AH