Lustenau holt Punkt

Die Lustenauer Austria empfing gestern Rapid Wien. Die ereignisreiche Partie endete 3:3.

Nach acht sieglosen Spielen in Folge war die Austria gestern fest entschlossen, über den Rekordmeister zu triumphieren. Die Gäste aus Wien reisten jedoch mit einem 5:1-Sieg gegen den TSV Hartberg im Gepäck gen Westen, was eine spannende Begegnung versprach.

Rapid in Favoritenrolle

Rapid wurde bereits in der Anfangsphase seiner Favoritenrolle gerecht und hatte mehr Spielanteile. Ein Freistoß in der vierten Minute sorgte erstmals für leichte Gefahr im Strafraum der Heimmannschaft. Die Lustenauer versuchten, den Gästen den Elan zu nehmen und hinten kompakt zu stehen. Dies trug insofern Früchte, als dass die Bemühungen der Gäste nur zu vereinzelten Standards führten. Die durch viele Ballgewinne geprägte Partie entwickelte sich dann recht ausgeglichen. Keiner der beiden Mannschaften gelang es, zwingende Chancen zu kreieren. So plätscherte das Spiel bis zu Minute 36 dahin, als sich, nach einem Eckball von rechts, Stefan Surdanovic gut freilief, am kurzen Eck zum Kopfball kam und auf 1:0 stellte. Die Partie nahm daraufhin nochmal etwas Fahrt auf – dennoch ging es mit diesem Spielstand in die Pause.

Dramatische zweite Hälfte

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine zurück, wobei die Gäste erneut das Heft in die Hand nahmen. Die nun klar spielbestimmenden Rapidler versuchten alles, um auszugleichen. Dennoch dauerte es bis zur 59. Spielminute, bis es wieder so richtig gefährlich wurde. Nach gutem langem Ball aus dem Mittelfeld nach rechts, war es einmal mehr Topscorer Guido Burgstaller, der die Hereingabe in den Sechszehner zum Ausgleich nutzte.

Die Lustenauer versuchten mittels zweier Wechsel dem Spiel neue Impulse zu geben. Dies gelang bemerkenswert gut: Nur zwei Minuten später traf der gerade eingewechselte Teixeira zur erneuten Führung für die Austria. Trainer Markus Mader bewies einmal mehr sein gutes Händchen.

Die Freude währte aber nur kurz: Nur weitere zwei Minuten später glich Rapid aus. Der Treffer wurde jedoch von Schiedsrichter Ciochirca nach VAR-Konsultation aufgrund einer Abseitspostion für ungültig erklärt. Nun war die Partie so richtig aufgeladen. Vor allem Teixeira glänzte, nur die Latte verhinderte seinen weiteren Führungsausbau in Minute 81. Die rassige Begegnung bot in der Endphase Chancen auf beiden Seiten und die Ereignisse überschlugen sich. So kam es zunächst zu einem weiteren Treffer per Kopf von Burgstaller zum 2:2 in der 93. Minute. Nur zwei Minuten später eine heikle Szene im Strafraum der Wiener: Nach leichtem Kontakt kam der Lustenauer Turkmen im gegnerischen Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Teixeira verwandelte zum 3:2 für die Gastgeber. Dennoch waren es die Rapidler, die den Schlusspunkt setzten. Nach einem langem Einwurf, der ungehindert durch den 5-Meter-Raum der Heimmannschaft segelte, stand Zimmermann, nach einem missglücktem Klärungsversuch Hugonets, bereit und fixierte in der 100. Minute doch noch den Ausgleich für die Gäste.

Eine ereignisreiche Partie in Lustenau endete also schließlich mit einem ­leistungsgerechten Unentschieden. AH

<p class="caption">Jubel zum 1:0 durch Lustenaus Stefan Surdanovic. Fotos: Lerch, Stiplovsek</p>

Jubel zum 1:0 durch Lustenaus Stefan Surdanovic. Fotos: Lerch, Stiplovsek

<p class="caption">Lustenau-Coach Markus Mader.</p>

Lustenau-Coach Markus Mader.