Tierische Mission in Kathmandu

Schmecken großartig: Dakos. Foto: W&W

Schmecken großartig: Dakos. Foto: W&W

Leonie (20) aus Dornbirn half drei Wochen lang Straßentieren in Nepal.

Das erste Mal in Nepal war Leonie Willinger (20) aus Dornbirn im letzten Jahr. Aus dem Wunsch heraus, zu helfen, hatte die Tierliebhaberin im Internet das Straßenhunde-Center KAT gefunden, wo sie zwei Wochen lang mithalf. „Schon, als ich nachhause kam, war klar, dass ich nochmal zurück nach Nepal gehe – so schnell wie möglich“, erzählt Leonie.

Charity-Turnier

Im Winter wurden gemeinsam mit einer Freundin die Flüge nach Kathmandu, der nepalesischen Hauptstadt, gebucht. Zuvor wurden jedoch noch Spenden gesammelt. „Dank meiner Freundinnen von der Hundewelt Rheintal konnte ich ein kleines Charity-Turnier veranstalten, bei dem 400 Euro zusammenkamen. Die wurden mit Sachspenden von Tierarzt Dr. Fürst und ein paar Klamotten eingepackt und Mitte Juli ging es los“, strahlt die hübsche Dornbirnerin. Gleich am zweiten Tag fuhr Leonie wieder zu KAT, um mit einigen der dort aufgenommenen Straßenhunde spazieren zu gehen. KAT gibt kranken oder verletzten Tieren ein vorübergehendes Zuhause und päppelt sie auf. Dieses Mal half Leonie auch bei der Organisation „Catmandu Lovers“, die sich um Geburtenkontrolle von Straßenkatzen kümmert oder sie aufnimmt.

Katzen bringen Pech

Katzen gelten in Nepal als Symbol für Pech, weshalb sie oft verstoßen und ausgesetzt werden. „Meine Freundin Richi aus Singapur, die in Kathmandu wohnt, ist eine absolute Katzenliebhaberin und hat darum diese Organisation gegründet. Wir haben bei ihr gewohnt und betreuten ab dem fünften Tag zwei Babykätzchen, die in unserem Zimmer schlafen durften“, freut sich die 20-Jährige. Die Kleinen wurden, wie Babys, mit dem Fläschchen aufgezogen. Glücklicherweise gibt es in Nepal nicht nur Hilfsorganisationen für Straßentiere, sondern auch Menschen mit einem großen Herz: „Bei einem Ausflug zum Affentempel entdeckte ich zwei Welpen und musste natürlich sofort mit ihnen spielen. Dabei wurde ich von einem Verkäufer angesprochen, der mir erzählte, dass er sie immer unter seinem Stand schlafen lässt und sie füttert. Er passt auch auf ältere Hunde auf und versucht, sie zu vermitteln. Auf solche Menschen kann man in Nepal echt stolz sein“, freut sich Leonie, „denn die meisten sehen Hunde als Plage.“

Schlimmes Elend

Die Straßenhunde bei „Animal Nepal“, einer Organsation, die Leonie besuchte, haben es zum Beispiel nicht so gut erwischt. „Das war richtig schlimm dort. Die Tiere waren blind, querschnittsgelähmt, abgemagert oder hatten Räude. Dieses Elend hat uns nach einer halben Stunde mehr als gereicht“, ist die Hundeliebhaberin traurig. Besser dran waren die Hunde bei „Kopan Dog Welfare.“ „Das ist ein ganz liebevolles älteres Paar, das jeder als Großeltern haben will. Sie kümmern sich auch um Straßenhunde und leisten viel“, sagt Leonie.

Spaß muss sein

Neben der Arbeit und Hilfe in den Tierstationen durfte aber auch mal ein bisschen Spaß sein: „Ich war drei Tage in Chitwan, mit Elefantenreiten, Walking-Safari und so weiter.“ Doch selbst die Freizeit bleibt tierisch: „In einer Bar in Pokhara gab es auch mehrere Hunde. Für mich war das toll, ich hab mich dann einfach mitten im Lokal auf den Boden gesetzt, mit ihnen gespielt und gesprochen, als wären sie Babys. Die Leute haben mich angesehen, als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank. Genau mein Ding“, grinst die Dornbirnerin. Nach drei Wochen ging es dann wieder retour. Zuhause wartete Leonies eigener Hund Buddy. „Der war aber beleidigt – ich war ja ohne ihn im Urlaub!“

Tierlieb: Leonie mit Straßenhunden aus Kathmandu.
Tierlieb: Leonie mit Straßenhunden aus Kathmandu.
Süß: Ein Kätzchen klettert über Leonie.
Süß: Ein Kätzchen klettert über Leonie.
Mit dem Fläschchen wird gefüttert.
Mit dem Fläschchen wird gefüttert.
<p class="caption">Schmecken großartig: Dakos. Foto: W&W</p>

Schmecken großartig: Dakos. Foto: W&W

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