„Das Wichtigste: Nie aufgeben!“

Die 18-jährige Emily Dressel aus Lauterach träumt von ihrem eigenen Album. „Schon als Kind sang ich im Chor, damals war ich jedoch noch sehr schüchtern und piepsig“, lacht sie. „Meine Chorleiterin erkannte mein Talent trotzdem und ermutigte mich. So wurde ich schnell selbstbewusster.“ Bald schon folgten die erste Gitarre und der erste eigene Song: „Can’t handle“. „Ich hatte damals Streit mit meinen Eltern und aus dieser Emotion heraus ist der Song entstanden“, erinnert sich Emily. Bisher hat die junge Sänger-in schon zehn Songs komponiert. „Meine Songs entstehen aus meinen Gefühlen und die Akkorde, Melodien und Texte fließen dann praktisch wie von selbst aufs Papier“, erklärt Emily. Sie stand auch schon vor ihrer Solokarriere mit der Band „Young Rebellion“ auf der Bühne, mit der sie den zweiten Platz beim vom WANN & WO präsentierten Conrad Sohm Bandwettbewerb 2014 machte. 2016 schaffte sie es gemeinsam mit Ramon Pfanner („Fancy“) auf den dritten Platz des Wettbewerbs. „Das Schönste ist, auf der Bühne zu stehen und Gleichaltrige zu sehen, wie sie meine Musik genießen und wertschätzen“.

Das Crowdfunding Projekt

Ihr größter Traum ist ein eigenes Album, was sie nun mithilfe ihrer Unterstützer vom Studio Tonzoo in Dornbirn und eines Crowdfunding-Projekts umsetzen möchte. „Crowdfunding heißt, ein Projekt mithilfe einer „Crowd”, also vieler Menschen, zu finanzieren. Jeder Einzelne – egal wie hoch der Betrag ist – kann mir also helfen, mein eigenes Album Wirklichkeit werden zu lassen.“ Auf der Website www.indiegogo.com stellt sie ab dem 5. September ihr Projekt vor. Als Dankeschön winken kleine (oder auch große) Geschenke. Jeder Spender erhält alle produzierten Songs zum Download. Alle weiteren Gegenleistungen sind abhängig von der Höhe der Spende, wie z.B. eine signierte CD, eine Namensnennung im Booklet oder ein privates Konzert. Man kann sich außerdem den eigenen Lieblingssong covern lassen, aber das wohl größte Dankeschön für eine höhere Spende ist ein Artist Date. „Ein Artist Date heißt, dass ich einen Abend in einer inspirierenden Umgebung mit der Person verbringe und über dieses Treffen einen Song schreibe. So hat man die einzigartige Chance, Teil einer meiner Songs zu werden.“

Zukunftspläne

„Wie jeder Künstler träume ich davon, einmal von meiner Musik leben zu können und ein eigenes Album ist der erste Schritt in diese Richtung“, erzählt Emily. In einem halben Jahr bewirbt sie sich an der Akademie für Rock und Pop in Mannheim, um ihren Traum vom Singen und Komponieren weiterzuverfolgen. „Das Wichtigste ist: Nie aufgeben und weitermachen! Wenn ein Projekt nicht klappt, dann eben das nächste.“

Emily (18) aus Lauterach, Sängerin aus Leidenschaft, covert nicht nur Songs, sondern schreibt sie auch selbst. Fotos: LB/MIK
Emily (18) aus Lauterach, Sängerin aus Leidenschaft, covert nicht nur Songs, sondern schreibt sie auch selbst. Fotos: LB/MIK
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