„Tötungsdelikte haben stark zugenommen!“

Auch die Ordnungshüter lassen derartige Vorfälle nicht kalt. Fotos: Steurer, handout/privat, Hofmeister, W&W

Auch die Ordnungshüter lassen derartige Vorfälle nicht kalt. Fotos: Steurer, handout/privat, Hofmeister, W&W

In der vergangenen Woche hielten Gewalt­taten im Ländle die ­Polizei auf Trab. W&W zeigt eine ­Chronologie der Ereignisse und sprach mit ­Experten.

Der Dreifach-Mord mit anschließendem Selbstmord in Hohenems bewegte ganz Vorarlberg. Bereits zwei Tage später schoss ein Mann in einem Bus in Lauterach auf eine Frau und bedrohte weitere Fahrgäste. Kurz darauf verletzte er in einer Bank in Bregenz einen Mitarbeiter und wurde schließlich festgenommen. Vor allem in Hohenems fiel die außergewöhnliche Brutalität des Täters auf, bei der darauffolgenden Pressekonferenz sprach sogar ein hartgesottener Chefermittler davon, dass es „so ein Ereignis bisher wohl noch nicht in Vorarlberg gegeben hat“. Hat die Kaltblütigkeit, die die Menschen bei ihren Taten an den Tag legen, zugenommen? Häufen sich die Kriminalfälle im Ländle oder täuscht dieses Gefühl? W&W hat sich auf „Spurensuche“ gemacht und aufsehenerregende Kriminalfälle der letzten zwei ­Jahre zusammengefasst.

Amoklauf auf Rockertreffen

Ein großer Schock stellte der Amoklauf eines Oberländers im Mai 2016 in Nenzing dar. Besucher eines beliebten Rockerfestes wurden von dem 27-Jährigen niedergeschossen. Drei Menschen starben, darunter auch der Täter. Der Schock war groß, niemand hatte im Vorfeld mit einem solchen Ereignis gerechnet.

Messer als Tatwaffen

In einem Ländle-Regionalzug drehte im August 2016 ein Deutscher durch und verletzte zwei Mitfahrende mit Messerstichen. Messerattacken scheinten sich im letzten Jahr zu häufen, vom Mordversuch eines Rockers an einem Türsteher in Lustenau über einen Vorfall im Juni 2016 bis hin zu einer Attacke im Oktober hörte man immer wieder von Messern als Tatwaffen.

Wie sicher ist das Ländle wirklich?

Auch 2017 scheinen die Gewalttaten kein Ende zu nehmen: Im Jänner kam es zu einer Messerattacke in Feldkirch und zu einem Angriff eines Mannes auf seine Frau, welche ihren Verletzungen erlag. Trauriger Höhepunkt: der Dreifach-Mord in Hohenems von vergangener Woche. WANN & WO holte Stimmen zum Thema aus der Bevölkerung ein und sprach mit zwei Experten und der Polizei.

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