kommentar

Alles im Griff?

Der Dornbirner Bahnhof ist ein Platz, an dem sich viele Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten und Ansichten treffen. Klar ist auch, dass hier nicht immer alles rund läuft. Deshalb habe ich mich bei den Geschäften und Institutionen vor Ort über die Situation umgehört.

Offizielle Statements zu bekommen war schwierig, viele wollten zu ihrem eigenen Schutz nicht namentlich oder mit Foto erwähnt werden. Deshalb gibt es hier einen zusammengefassten Auszug.

Zuerst scheint es so, als gäbe es keine Probleme. Auskunft gibt es meistens erst nach mehreren Nachfragen. Die Situation hätte sich in den letzten Jahren aber nicht verändert – nur vor zwei Jahren hätte es größere Probleme mit Bettlern gegeben. Ein Problem mit den Flüchtlingen sieht aber niemand, diese „fallen gar nicht auf“. Viele haben jedoch das Müllproblem angesprochen und, dass sie gerne mehr Polizeipräsenz am Bahnhof hätten. Einige freuen sich über den geplanten Posten.

Ein Mitarbeiter spricht jedoch von „totalem Chaos am Bahnhof“. Oft müsse ein Security anrücken, um zu helfen, mehrmals schon sei die Polizei gerufen worden, um die Menschenansammlungen unter Kontrolle zu bringen. Nicht immer würde man sich bei der Arbeit sicher fühlen – vor allem nicht früh morgens. Andere erzählen mir, dass die Nummer des Securitys immer griffbereit sei. Wieder andere mieten sich extra Securitys für ihre Geschäfte – nur ein einziger berichtet davon, alles im Griff zu haben.

Passieren würde aber trotzdem immer wieder etwas, „so, wie an jedem anderen großen Platz auch.“

Artikel 1 von 1