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Ein haariger Hauch der 80er

Vier britische Jugendliche mit dem typischen „Meet-me-at-McDonald’s-Cut“.  Fotos: Twitter

Vier britische Jugendliche mit dem typischen „Meet-me-at-McDonald’s-Cut“.  Fotos: Twitter

Ein neuer Trend schwappt von England aus zu uns.

Der extravagante „Meet-me-at-McDonald’s-Cut“ sorgt für Wirbel. Seitlich kurz, oben lang – angelehnt an einen berüchtigten Vorgänger könnte man den britischen Trendhaarschnitt auch als „Sekuobla“ bezeichnen. Bei Jugendlichen aus Großbritannien ist die Frisur beliebt – so beliebt, dass sie sogar an einer Schule verboten werden musste. Der Rektor der „Great Yarmouth Charter Academy“ in Norfolk bezeichnete den Style als eine „inakzeptable Frisur“. Wer das Verbot bricht wird künftig nach Hause geschickt und kann mit einer saftigen Strafe rechnen.

New-Romantic-Revival

Auf den ersten Blick erinnert die voluminöse Haar-Tolle der Frisur etwas an einen Mopp. Der flotte Kurzhaarschnitt zeichnet sich vor allem durch kurz geschorenen Seiten und einer Tolle aus langem gelocktem Deckhaar aus, das dem Träger lässig in die Stirn fällt. Seine wahren Wurzeln hat der Trend in der New-Romantic-Welle der frühen 80er. Schon Martin L. Gore von Depeche Mode trug den Haarschnitt anno dazumal. Extravagant, im Undone-Look und trotzdem gepflegt – die Frisur erfüllt alle Grundvoraussetzungen für einen neuen Haartrend. Noch dazu passt der Haarschnitt gut zur diesjährigen Mode, diese orientiert sich an den 80er- und 90er-Jahren. Doch wer hat dem Trend neues Leben eingehaucht? Anders als bei einer herkömmlichen Modeerscheinung hatte dieses Mal kein Designer, Weltstar oder Star-Friseur seine Finger im Spiel. In Großbritannien gilt der 13-jährige Rapper und Trendsetter „Little T“ als Mitverantwortlicher für die Wiederbelebung der Frisur, seiner Meinung nach sollte der Trend „Little T Haircut“ heißen. Auch bei den Stars kommt der Haarschnitt gut an, prominente Träger sind Fußball-Weltstar Neymar und Years & Years Sänger Olly Alexander.

„Fastfood-Frise“

Obwohl britische Medien schon seit Tagen nachforschen, ist immer noch nicht klar, woher die genaue Bezeichnung „Meet-me-at-McDonald’s-Cut“ kommt. Eine Vermutung liegt jedoch aufgrund des Namens nahe: Die Träger der Frisur scheinen sich gerne bei McDonalds zu treffen.