Für die große Liebe nach Nürnberg

Rosalie mit ihrem Freund Georg in ihrer neuen Heimat: der Frankenmetropole. Fotos: handout/Tschann

Rosalie mit ihrem Freund Georg in ihrer neuen Heimat: der Frankenmetropole. Fotos: handout/Tschann

Ex-Leichtathletin Rosalie­ (23) aus Bludenz ist 2015 mit ihrem Freund Georg Margreitter in die fränkische Großstadt gezogen.

„Im Spätsommer 2015 ist mein Freund Georg Margreitter beruflich von England nach Nürnberg gezogen und ich war zu der Zeit gerade dabei, mich für ein Studium zu entscheiden. Daraufhin sind wir in der Frankenmetropole zusammengezogen. Schon in den Jahren davor war ich mit dem Sport viel unterwegs, daher sind es meine Familie und Freunde gewohnt, dass ich eine Zeit lang weg bin. Ich habe jederzeit die volle Unterstützung erhalten, was es natürlich etwas leichter macht, den Schritt ins Ausland zu wagen“, sagt Rosalie.

„Schöne Altstadt“

Die Bludenzerin habe sich in der neuen Stadt schnell zurecht gefunden: „Ab und an war es mit den Leuten hier eine kleine Herausforderung, aber hat man die Franken mal ‚geknackt‘, schließt man sie sofort ins Herz.“ Die Bludenzerin studiert Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie im sechsten Semester, weshalb ihr Alltag derzeit meist aus Uni und Lernen besteht. „Am Wochenende treffe ich mich gerne mit Freunden in der Stadt. Die gut 60 Brauereien in ganz Mittelfranken bieten eine gute Möglichkeit, die besondere Bierkultur näher kennenzulernen und den einen oder anderen Samstagabend genüsslich zu gestalten. Wenn mein Freund und ich frei haben, fahren wir gerne in die Fränkische Schweiz, wo man ein paar schöne Wanderrouten findet, oder wir schlendern abends eine Runde durch die schöne Altstadt.Die Kaiserburg, das Wahrzeichen von Nürnberg, ist immer wieder einen Spaziergang wert. Von dort aus kann man eine wunderbare Aussicht über die gesamte Stadt genießen.“ Die alten Fachwerkhäuser in der Altstadt, von denen leider nicht mehr allzu viele übrig sind, gefallen der Bludenzerin besonders gut. „Die Stadt hat eine lange und bewegte Geschichte, was nicht nur uns, sondern immer wieder unzählige Menschen aus aller Welt anzieht.“

Viele junge Leute

Am besten gefalle Rosalie in Nürnberg aber, dass so viele junge Leute in der Stadt leben und dadurch eine tolle Atmosphäre vorherrscht. „Ich habe zudem das Gefühl, dass die Franken immer einen Grund zum Feiern finden. Alle paar Wochen findet irgendwo ein Fest statt, meist jedoch am Hauptmarkt, wo im Winter der Christkindlemarkt steht. Da wird einem nie langweilig“, schwärmt die ehemalige Spitzenleichtathletin von ihrer neuen Heimat. „Die 60er-Jahre-Bauten in der Altstadt, die den Charme der alten Fachwerkhäuser zerstören, gefallen mir allerdings weniger gut. Nürnberg wurde im zweiten Weltkrieg sehr stark zerbombt, was man an fast jeder Ecke deutlich erkennen kann.“

„Vorfreude auf die Heimat“

Die Berge seien für Rosalie ein Ort, an dem sie sich erholen kann: „Ich denke, das geht zu Hause den meisten so. Am liebsten gehe ich stundenlang wandern, aber auch im Winter macht es Spaß, mit den Skiern eine schöne Tour zu gehen. Hier in der Umgebung gibt es leider keine so hohen Berge. Auch die Kulinarik der Franken und die der Vorarlberger unterscheidet sich in einigen Dingen, da vermisst man schon Mal die Heimat.“„Nürnberg hat Charme und ist sehr lebenswert, das werde ich noch ein paar Jahre genießen. Nach Vorarlberg werde ich aber auf jeden Fall wieder zurückkehren, weil es schon immer meine Heimat war und auch immer bleiben wird. Was wir hier im Ländle haben, weiß man oft erst zu schätzen, wenn man einmal weg war. Ich genieße die Zeit in Nürnberg unheimlich und freue mich auf die nächsten Jahre in dieser Stadt“, erzählt Rosalie Tschann abschließend.

<p class="caption">Die Familie zu Besuch bei der 23-Jährigen in Nürnberg.</p>

Die Familie zu Besuch bei der 23-Jährigen in Nürnberg.

„Die Kaiserburg, das Wahrzeichen von Nürnberg, ist immer wieder einen Spaziergang wert. Von dort aus kann man eine wunderbare Aussicht über die gesamte Stadt genießen. “ Rosalie Tschann

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