Fragenan Brigitte Stadelmann, Leiterin Mädchenzentrum Amazone

Wie kann man sich vor so etwas schützen?

„Das eigene Getränk nie unbeobachtet stehen lassen! Mit Freundinnen vereinbaren, gegenseitig auf die Getränke aufzupassen. Keine offenen Getränke von Fremden annehmen bzw. nur dann, wenn das Glas von der Schank bis in die eigene Hand verfolgt werden kann. Blind Dates oder Internet-Verabredungen immer an öffentlichen Orten vereinbaren, die einem bekannt sind und eine Vertrauensperson darüber informieren. Bei Unwohlsein in einem Lokal oder auf einer privaten Party, lieber den Ort verlassen.“

Wie äußert sich der Einfluss der Tropfen?

„Bei plötzlichem Schwindel, Übelkeit oder Enthemmung sofort an eine Vertrauensperson oder ans Barpersonal wenden. Im Zweifelsfall die Polizei oder die Rettung anrufen. Bei K.O.-Tropfen-Verdacht ohne Zögern sofort ärztlichen Rat aufsuchen, bevor die volle Wirkung einsetzt. Achtung: Menschen unter Einfluss von K.O.-Tropfen können auf Außenstehende wie stark Betrunkene oder unter Drogeneinfluss stehende Personen wirken. “

Was kann man am Tag danach machen?

„K.O.-Tropfen sind nur zwölf Stunden im Urin und sechs Stunden im Blut nachweisbar. Daher ist hier rasches Handeln erforderlich. Für die polizeiliche Ermittlungsarbeit sollte von Zeugen ein Gedächtnisprotokoll erstellt werden.“

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