Endspurt im Süden Spaniens

Johanna bei einem Ausflug nach Sevilla, der Hauptstadt von Andalusien. Fotos: handout/privat

Johanna bei einem Ausflug nach Sevilla, der Hauptstadt von Andalusien. Fotos: handout/privat

Johanna Helbock (26) aus Koblach zog vor sieben Jahren nach Wien und lebt jetzt in der spanischen Stadt Granada.

„Granada liegt im Süden von Spanien, in Andalusien, und hat landschaftlich sehr viel zu bieten. So ist man in einer halben Stunde in der Sierra Nevada, wo man Ski fahren kann und im Sommer ist auch das Meer nur eine halbe Stunde Autofahrt entfernt“, eröffnet Johanna Helbock. Sie absolviert ihr finales Semester in Granada und ist insgesamt knapp vier Monate hier.

Spontane Entscheidung

Begonnen hat ihr Spanien-Abenteuer spontan bei einem Urlaub in Malaga. „Da Erasmus im fünften Jahr von meiner Uni stark gefördert wird, habe ich mich daraufhin beworben und zuerst leider keinen Platz bekommen. Ich bin dann erst später nachgerückt, als jemand seinen Platz abgesagt hat“, erklärt die Medizin-Studentin. Bevor es nach sieben Jahren in Wien wieder zurück nach Vorarlberg geht, genießt sie nun ein finales Auslandssemester und ist viel unterwegs.

Granadas perfekte Lage

„Da Granada so ideal für kurze Wochenendtrips liegt, konnte ich schon viele Städte in Andalusien und Spanien besuchen. Malaga, Ronda, Sevilla, Cordoba, Valencia und Toledo waren nur einige meiner Ziele. Auch wenn ich dafür oft viele Stunden im Bus verbracht habe, haben sich die Reisen ausgezahlt, denn die Städte hier in Spanien sind wunderschön“, beschreibt die Koblacherin ihr Leben abseits der Uni. In Granada absolviert sie gerade ein Praktikum im Spital. Über die europaweite Förderung Erasmus fühlt sie sich sowohl von der Uni Wien, als auch der Universität in Spanien sehr gut betreut. Nur zu Beginn hatte sie kulturelle Schwierigkeiten: „Mit der spanischen Gelassenheit hatte ich große Schwierigkeiten. So waren einige immer relativ unpünktlich und unorganisiert. Jedoch hat dann schlussendlich doch immer alles funktioniert.“

Die Sehnsucht nach

Vorarlberger Brot

Richtiges Heimweh gibt es für Johanna, die bereits sieben Jahre in Wien gelebt hat, nicht. Nur am Frühstückstisch schweift sie gedanklich ins Ländle: „Unser gutes Brot vermisse ich sehr. Hier besteht das typische spanische Frühstück aus getoastetem Brot mit Knoblauch, Olivenöl und Tomaten. Ich habe mich zwar schon daran gewöhnt, aber gegen ein gutes Vollkornbrot kommen diese ‚Tostadas‘ einfach nicht an.“

Unerwartet kaltes Wetter

Pech hatte Johanna nur etwas mit dem Wetter: „Die spanische Sonne hat mich nur leider in den ersten zwei Monaten etwas im Stich gelassen, denn der Frühling war hier so verregnet wie anscheinend noch nie. Immer wenn ich den Wetterbericht mit Vorarlberg verglichen habe, gab es zu Hause strahlenden Sonnenschein und ich bin im Regen beinahe untergegangen. Nun zum Schluss sind die Temperaturen endlich angestiegen und so ist der ein oder andere Tag am Strand während des Wochenendes möglich“, zieht die Koblacherin eine Bilanz, arrangiert sich mit der spanischen Gelassenheit, erfreut sich an leckeren Tapas und lernt verschiedene Menschen und Kulturen aus ganz Europa kennen. „Erasmus ist eine einzigartige Erfahrung. Vor allem, weil man Freundschaften mit Studierenden aus aller Welt schließt, tolle Reisen macht und sehr viel organisatorisch, als auch persönlich dazu lernt. Ich bin froh, dass ich zum Schluss von meinem Studium noch ein Auslandssemester gemacht habe. Auch wenn ich mich nun schon wieder sehr auf zu Hause freue“, meint die junge Medizinstudentin, wieder mit Vorarlberg liebäugelnd.

<p class="caption">Granadas Lage bietet viel zu entdecken, wie zum Beispiel die Windmühlen von Toledo.</p>

Granadas Lage bietet viel zu entdecken, wie zum Beispiel die Windmühlen von Toledo.

Zur Person

Name, Alter: Johanna Helbock, 26 Jahre

Herkunft, Wohnort: Koblach, Granada

Ausbildung: Matura Musikgymnasium Feldkirch, Bachelor in
Psychologie und Publizistik, derzeit 10. Semester Medizinstudium

Hobbys: Freunde treffen, Reisen, Ausflüge in der Natur