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„Der Wald ist nach Hause gekommen“

Das Projekt-Team wurde in Lomè von den Bewohnern herzlich begrüßt. Fotos: Christian Kerber

Das Projekt-Team wurde in Lomè von den Bewohnern herzlich begrüßt. Fotos: Christian Kerber

Christian Kerber erzählt von einer erfolgreichen Baumspendeaktion von Sutterlüty, die in Togo für neue Perspektiven sorgt.

Zu Weihnachten hat Sutterlüty mit seinen Kunden eine Togo-Baum-Spenden-Aktion durchgeführt. „Wir waren alle ein wenig vorsichtig und unsicher, wie viele Bäume bei dieser Aktion gespendet werden würden. Konservativ wie wir sind, gingen wir von einer Zahl von 500 bis maximal 5000 Bäumen aus“, erzählt Christian Kerber über die Aktion von Sutterlüty, wo man nach wie vor, gegen 50 Vorteilspunkte, zehn Bäume pflanzen lassen kann. „Schlussendlich hat die Aktion den Menschen in der Projektregion bis zum Ende des ersten Quartals 2018, sage und schreibe 30.000 Bäume beschert“, führt er freudig fort. Aus der Aktion ergab sich so für ihn und mehrere Projektteilnehmer ein kurzer Trip nach Togo, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Hinter den Kulissen
eines Klimaschutzprojektes

Das Abenteuer startete im April von Frankfurt aus via Paris nach Lomé, Togo, Westafrika. Christian Kerber und das Team um Andreas Weckwert, dem Inhaber und Verantwortlichen von „natureOffice“ und Schirmherr über das Projekt „Togo“ wurde bei typisch afrikanischen Temperaturen ein äußerst herzlicher Empfang bereitet. „Es sollte ein langer Tag werden, weil wir uns nach dem Festakt die Sutterlüty-Baumschule, die Imkerei und die Aufforstungsfläche ansehen wollten“, erinnert sich der gebürtige Hohenemser mit Wälder Wurzeln. Bei gut 36 Grad und gefühlten 100 Prozent Luftfeuchtigkeit ging es nach dem unvergesslichen Empfang zur Besichtigung der Baumschule. Unter der Leitung des „natureOffice“ Forstingenieurs Namatie Palabe werden dort viele verschiedene heimische Baumarten herangezüchtet, die dann auf den Flächen gepflanzt werden. „Die hochgezogenen Bäume werden nicht einfach willkürlich gepflanzt, sondern an gezielt ausgewählten Plätzen eingesetzt und von der lokalen Bevölkerung geschützt“, erklärt Christian Kerber. Dank den zahlreichen Spenden der Sutterlüty-Kunden und dem Einsatz von Christian Kerber und Andreas Weckwert, werden in weiterer Folge leistungsfähige Anbaumethoden aus dem Bereich des Ökolandbaus in Schulungen und Workshops den Bauern vor Ort vermittelt. „Diese Form der Bewirtschaftung zielt auf Selbstversorgung mit dem Lebensnotwendigem ab – oberstes Ziel ist Sicherheit der Versorgung für die Familie“, erklärt der Leiter des Magazins „B’sundrig“. Nach der Aufforstung von Brachland und der Schaffung eines Naturwaldes, sprechen die alten Bewohner im Dorf davon, dass der Wald nach Hause gekommen ist. „Ein schöneres Kompliment kann man dem Projekt, den vielen Helfern, die sich bei widrigsten Bedingungen, Tag für Tag für den Naturwald einsetzen, und schlussendlich den engagierten Kunden von Sutterlüty, wohl nicht machen“, meint Christian Kerber abschließend zu der noch immer laufenden Aktion. In der Tat – wo heute üppiges Grün wächst, war vor fünf Jahren noch eine öde Brachfläche.

<p class="caption">Christian schafft Platz für die Setzlinge.</p>

Christian schafft Platz für die Setzlinge.

<p class="caption">Die Setzlinge wachsen in der Baumschule.</p>

Die Setzlinge wachsen in der Baumschule.

<p class="caption">Namatie Palabe mit Christian im Feld.</p>

Namatie Palabe mit Christian im Feld.

<p class="caption">Das Projekt unterstützt die Menschen in Togo durch Sicherheit der Versorgung für Kinder und Familien.</p>

Das Projekt unterstützt die Menschen in Togo durch Sicherheit der Versorgung für Kinder und Familien.