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Ist Virtual Reality am Ende?

Ein Spieler testet die PSVR auf der Gamescom in Köln. Fotos: Oculus, HTC, Sony, Pimax

Ein Spieler testet die PSVR auf der Gamescom in Köln. Fotos: Oculus, HTC, Sony, Pimax

Zahlreiche Hersteller sind auf den Trend aufgesprungen und bieten eigene VR-Brillen an. Bei den Kunden ist VR aber noch immer nicht angekommen, die Verkaufszahlen sinken. Ist der Hype wieder vorbei, oder geht es doch erst richtig los?

Gaming und Medienkonsum bekommen mit VR eine neue Dimension, die Technik erlaubt es, noch tiefer in die virtuellen Welten einzutauchen. Doch die High-End-Geräte kosten noch immer sehr viel Geld, zudem verlangt VR eine ganze Menge Rechenpower und ist meist mit einem ziemlichen Kabelsalat verbunden. Ein weiteres Problem: Es fehlt – speziell im Konsolensektor – noch immer an richtigen Inhalten. Auf Microsofts Xbox One wird VR wohl sowieso nicht mehr erscheinen, Sony hat zwar erst kürzlich mit der PSVR die 3-Millionen-Marke geknackt, allerdings sind richtige VR-Spiele nach wie vor Mangelware. Geboten werden überwiegend „VR-Experiences“, also Erfahrungen, statt vollwertiger Spieleinhalte. Im Vergleich zu VR-Brillen für den PC hapert es bei der Brille für die Sony-Konsole auch an der Auflösung. Das trübt die Immersion.

Bringt 2019 die Wende?

Zuletzt sanken die Verkaufszahlen für VR-Geräte spürbar, Analysten sehen bereits das Ende des Hypes, bevor dieser überhaupt so richtig in den heimischen Wohnzimmern angekommen ist. Doch noch ist nicht aller Tage Abend: In Design- und Architekturbüros aber auch in der Forschung wird immer mehr auf VR gesetzt und auch in Sachen Homeentertainment könnte es nach dem Abwärtstrend wieder aufwärts gehen: Hersteller wie Oculus haben bereits erste Wireless-Brillen im Sortiment, die Auflösungen erreichen 4K und mehr. Zudem soll es im kommenden Jahr mit Games wie „Marvel Powers United VR“oder der Open-World-Titel „Stormland“ auch im Spielesektor richtig losgehen. Noch sollte man VR also nicht abschreiben.