„Es geht schließlich um unsere Zukunft!“

Der in Wien lebende Gymnasiast Maximilian Maireder war vergangene Woche zu Besuch bei seinen Großeltern in Vorarlberg – und nutzte seinen Aufenthalt im Ländle, um sich politisch zu engagieren. Seine Lehrer und Mitschüler finden sein Engagement toll – es gibt aber auch Kritiker. Fotos: Sams

Der in Wien lebende Gymnasiast Maximilian Maireder war vergangene Woche zu Besuch bei seinen Großeltern in Vorarlberg – und nutzte seinen Aufenthalt im Ländle, um sich politisch zu engagieren. Seine Lehrer und Mitschüler finden sein Engagement toll – es gibt aber auch Kritiker. Fotos: Sams

Am vergangenen Montag demonstrierte der 12-jährige Maximilian Maireder einsam und alleine vor dem Vorarlberger ­Landhaus für die Rettung unseres Planeten. WANN & WO hat den jungen Klimaschutzaktivisten getrofffen.

Spricht man mit Maximilian, mag man kaum glauben, einen 12-Jährigen vor sich sitzen zu haben. Während andere in seinem Alter noch Lego spielen oder sich die Freizeit mit Schabernack vertreiben, geht er lieber mit einem Schild bewaffnet auf die Straße, um zu demonstrieren. So auch am vergangenen Montag: Gut zwei Stunden verharrte der junge Gymnasiast alleine und bei Eiseskälte vor dem Vorarlberger Landhaus. Auf seinem Schild zu lesen: „Euer Versagen zerstört unsere Zukunft – Klimwandel stoppen!“

Gemischte Reaktionen

Die Politiker im Landhaus staunten über den „einsamen Kämpfer“ ebenso wie manch Passant, der den Weg ins Landhaus fand. Die Reaktionen auf den jungen in Wien lebenden Aktivisten, der seine Semesterferien bei seinen Großeltern in Vorarlberg verbrachte, waren großteils positiv – doch nicht ausschließlich. „Zwei Herren gingen an mir vorbei und einer meinte nur: Da ist in der Erziehung aber auch was schief gelaufen. Diese Aussage ist ganz schön dumm“, nimmt sich der 12-Jährige kein Blatt vor den Mund. Denn Maximilian weiß ganz genau, wofür er einsteht: „Es geht mir um meine Zukunft und die Zukunft aller anderen. Was den Klimawandel betrifft, sehe ich, dass von der Politik nicht allzu viel unternommen wird. Und auch der Rechtsruck in Europa macht die Situation nicht besser“, stellt der junge Skater, dessen politisches Interesse nach eigenen Angaben schon in der Volksschule geweckt worden war, klar.

„Hirn einschalten“

Maximilian hofft, dass sich künftig mehr Menschen für den Erhalt unseres Planeten und den Klimaschutz stark machen – sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene: „Gerade von Erwachsenen sollte man erwarten können, dass sie ihr Hirn einschalten und zurückblicken: Ich war auch einmal jung. Und nun geht es um die nächste Generation. Solange aber Leute wie US-Präsident Donald Trump an der Macht sind, die überzeugt sind, dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, wird eine Diskussion sehr schwierig. Trump ist ein Idiot.“

<p class="caption">Max Maireder</p>

Max Maireder

„Was den Klimawandel angeht, sehe ich, dass von der Politik nicht allzu viel unternommen wird.“ Maximilian Maireder, 12, Klimaschutzaktivist