Bild

Schlagwortezur EU-Urheber­rechts-­Reform und die umstrittenen Artikel 11 und 13

Upload-Filter

Bei Upload-Filtern handelt es sich um technische Hilfsmittel, die auf Onlineplattformen hochgeladenes Material auf urheberrechtlich geschützte Inhalte prüft. Das Problem: Die Software kann nicht zwischen geschütztem Material und jenem unterscheiden, das vom Rechteinhaber zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt wurde. Solche Filter kommen bereits zum Einsatz, etwa YouTubes „Content ID“.

Mögliche Risiken

Experten befürchten, dass ein breiter Einsatz von Upload-Filtern das Netz zu „einem Werkzeug für die automatisierte Überwachung und Kontrolle der Nutzer“ wird, wie Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales und WWW-Erfinder Tim Berners-Lee in einem offenen Brief an die EU-Kommission mitteilten. Große Player wie Google oder Facebook würden künftig noch mehr die Inhalte im Internet bestimmen und kleinere Unternehmen und Content-Produzenten in Zukunft nicht mehr mithalten können. Auch vor einer Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit wird gewarnt.

Leistungsschutzrecht

Die Reform des Leistungsschutzrechts (Artikel 11) zielt darauf ab, dass Google & Co. Textanrisse und Ähnliches nicht mehr kostenlos anzeigen dürfen. Die Verlage – und eigentlichen Urheber – sollen so einen Teil der Werbeeinnahmen erhalten, die sonst Google & Co. einstreichen. Das Teilen von Beiträgen in Sozialen Medien soll davon nicht betroffen sein.