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„Es muss gemeinsam nach Lösungen gesucht werden“

Die Diskussion um die Sicherheit im Umkreis der Vabrik in Röthis Anfang des Jahres war Anlass für eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Jugendarbeit und Gastronomie. Vertreter der Polizei und der Gemeinde ließen sich, aufgrund des laufenden Verfahrens, entschuldigen. Moderiert von Joachim Mangard wurde die Ist-Situation analysiert und nach möglichen Lösungsvorschlägen für ein sicheres Ländle-Nightlife gesucht. Vabrik-Betreiber Thomas Krobath brachte zudem die geplante Änderung der Sperrstunden-Regelung zur Sprache. Diese würde, wenn sie auf 3 Uhr (statt auf 6 Uhr) reduziert wird, nämlich das Ende der „Sunrise Session“ bedeuten. Aber – und da waren sich bei der Podiumsdiskussion fast Parteien einig – eine frühere Sperrstunde bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit für Nachtschwärmer. Einzig Roland Frühstück (ÖVP) vertrat das Konzept einer früheren Sperrstunde. Während Daniel Ohr-Renn (Koje) und Fabienne Lackner (Neos) stark auf den Dialog mit den Jugendlichen setzten und für sie Prävention und Aufklärung der Schlüssel zu einem geordneteren Nachtleben wäre, forderte Jeannette Greiter (SPÖ) mehr Sicherheitspersonal. „Beispielsweise wäre ein eigenes Zugabteil für Frauen, in dem ein Sicherheitsbeamter mitfährt, eine Lösung“, erklärte sie. Christof Bitschi (FPÖ) machte darauf aufmerksam, dass nicht die Anzahl der Strafdelikte, sondern die Brutalität gestiegen sei, und dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Thomas Krobath (Vabrik) sah das größte Problem in der Zusammenarbeit mit der Polizei und der Gemeinde. „Die Polizei arbeitet gegen uns Club-Betreiber“, sagte er. So könne keine Einigung gefunden werden. Dem entgegen setzte sich Roland Frühstück (ÖVP) und gab ganz klar an: „Wir brauchen die Polizei, um ein sicheres Nachtleben gewährleisten zu können.“ Auch Nina Tomaselli (Die Grünen) sah eine Verkürzung der Sperrstunde nicht als die Lösung für ein sichereres Nachtleben, fand aber, dass die Rahmenbedingungen für lange Öffnungszeiten stimmen sollten: „Es muss gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.“

Wortmeldungen
aus dem Publikum

Im Anschluss an die Diskussion hatte auch das zahlreich erschienene Publikum die Möglichkeit, sich mit Fragen oder Wortmeldungen an die Podiumsgäste zu wenden. Dabei wurde deutlich, dass sich viele im Ländle bereits sehr sicher fühlen und auch nicht der Meinung sind, dass es Aufgabe der Diskotheken-Betreiber sei, für einen sicheren Nachhause-Weg zu sorgen. Eda (23) appellierte an die Vernunft jedes einzelnen Party-Gastes. Doch auch Kritik wurde aus dem Publikum an Thomas Krobath heran getragen, jedoch nicht wegen Gewalt-Taten, sondern viel mehr wegen Müll im Umkreis der Diskothek. Landwirt Martin Malin forderte dahingehend Lösungen, welcher sich Thomas Krobath versprach, anzunehmen. Die Diskussion unter: www.vol.at/sperrstunde-im-laendle-runder-tisch-zur-zukunft-des-nighlifes-in-vorarlberg/6255627

<p>„Das Ziel darf nicht sein, dass es keine Diskotheken mehr in Vorarlberg gibt.“</p><p>Christof Bitschi (FPÖ)</p>

„Das Ziel darf nicht sein, dass es keine Diskotheken mehr in Vorarlberg gibt.“

Christof Bitschi (FPÖ)

<p>„Es braucht ein gutes Miteinander von Polizei, Gemeinde und Gastronomen.“</p><p>Roland Frühstück (ÖVP)</p>

„Es braucht ein gutes Miteinander von
Polizei, Gemeinde und Gastronomen.“

Roland Frühstück (ÖVP)

<p>„Eine frühere Sperrstunde ändert meiner Meinung nach nichts an der Sicherheit. Es müssen einfach die Rahmenbedingungen stimmen.“</p><p>Nina Tomaselli (Die Grünen)</p>

„Eine frühere Sperrstunde ändert meiner Meinung nach nichts an der Sicherheit. Es müssen einfach die Rahmenbedingungen stimmen.“

Nina Tomaselli (Die Grünen)

<p class="caption">Joachim Mangard (W&W) im Gespräch mit Gastronom Thomas Krobath.  </p>

Joachim Mangard (W&W) im Gespräch mit Gastronom Thomas Krobath.  

<p class="caption">Mehmet Düzgen: „Die meisten Auseinandersetzung, die ich beobachte, passieren zwischen 0 und 2 Uhr.“ </p>

Mehmet Düzgen: „Die meisten Auseinandersetzung, die ich beobachte, passieren zwischen 0 und 2 Uhr.“ 

<p class="caption">Joachim Hagleiter: „Ich finde es bedenklich, dass von Seiten der Gemeinde niemand da ist. Das laufende Verfahren ist für mich nur eine Ausrede.“</p>

Joachim Hagleiter: „Ich finde es bedenklich, dass von Seiten der Gemeinde niemand da ist. Das laufende Verfahren ist für mich nur eine Ausrede.“

<p class="caption">Martin Malin: „Das Problem ist der Müll, den die Party-Gänger verursachen. Hier muss eine Lösung her!“  </p>

Martin Malin: „Das Problem ist der Müll, den die Party-Gänger verursachen. Hier muss eine Lösung her!“  

<p class="caption">Eda: „Ich denke, jeder sollte selbst Verantwortung für sich übernehmen und vernünftig handeln.“ </p>

Eda: „Ich denke, jeder sollte selbst Verantwortung für sich übernehmen und vernünftig handeln.“ 

<p>„Um das Nachtleben noch sicherer zu gestalten, muss man Geld in die Hand nehmen. Wir sind in der Pflicht.“</p><p>Jeannette Greiter (SPÖ)</p>

„Um das
Nachtleben noch sicherer zu gestalten, muss man Geld in die Hand nehmen. Wir sind in der Pflicht.“

Jeannette Greiter (SPÖ)

<p>„Ich bin für ein modernes Vorarlberg. Mehr Vorschriften machen da keinen Sinn. Es braucht einen Dialog auf Augenhöhe.“</p><p>Fabienne Lackner (Neos)</p>

„Ich bin für ein
modernes Vorarlberg. Mehr Vorschriften machen da keinen Sinn. Es braucht einen Dialog auf Augenhöhe.“

Fabienne Lackner (Neos)

<p>„Wenn man von den Jugendlichen Flexibilität fordert, sollte man ihnen diese im Nachtleben auch ermöglichen.“</p><p>Daniel Ohr-Renn (Koje)</p>

„Wenn man von den Jugendlichen Flexibilität fordert, sollte
man ihnen diese im
Nachtleben auch
ermöglichen.“

Daniel Ohr-Renn (Koje)