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„Glampen“, nicht einfach bloß campen

Himmelchalets, Walgau und Berggipfel: Bei ihrem Testbesuch beim Alpencamping Nenzing genoss WANN & WO-Redakteurin Anja einenunglaublichen Ausblick. Die Panorama-Terassen des Campingplatzes machen es möglich. Fotos: Markus Freisinger

Himmelchalets, Walgau und Berggipfel: Bei ihrem Testbesuch beim Alpencamping Nenzing genoss WANN & WO-Redakteurin Anja einen
unglaublichen Ausblick. Die Panorama-Terassen des Campingplatzes machen es möglich. Fotos: Markus Freisinger

Als eingefleischte Natur-Camper auf dem Luxus-Campingplatz – auf den Testbesuch beim Alpencamping Nenzing waren wir besonders gespannt.

Wir stehen im Stau. In der Auffahrt zum Alpencamping Nenzing geht gar nichts mehr. Es ist
13.30 Uhr am Freitagnachmittag – Hauptanreisezeit auf dem wohl luxuriösesten Campingplatz Vorarlbergs. Nach kurzem Warten bekommen wir aber schließlich unseren Zugang zum Platz. Und staunen nicht schlecht: Das Alpencamping Nenzing hat mit den üblichen Stellplätzen nur wenig gemein. Das zeigt sich allein schon an unserem ersten Programmpunkt hier. Auf uns wartet ein Massagetermin. Mit einer ayurvedischen Behandlung und gefühlt literweise Sesamöl in Bio-Qualität beziehungsweise einer knapp einstündigen, klassischen Ganzkörpermassage starten wir in den Campingplatztest. Und können sagen: So entspannt hat ein Camper-Wochenende selten für uns angefangen.

Kleine Schwierigkeiten – aber auch Lösungen

Das lässt uns auch über kleinere Ungereimtheiten beim Check-In hinwegschauen. Zuerst werden wir nämlich auf einen Stellplatz gestellt, der eigentlich gar keiner ist, sondern lediglich eine Parkbucht neben der Baustelle, auf der aktuell noch der Naturbadesee entsteht – ohne Strom- und Wasseranschluss und ohne festen, dafür aber mit stark abschüssigem Boden. Die Sorgen darüber, wie wir dort wohl die Nacht verbringen sollen, werden aber schnell beiseite gefegt. Und zwar vom Platzwart und vom Alpencamping-Chef Josef Morik höchstpersönlich. „Kein Problem, oben auf der Terasse ist noch etwas frei“, löst Morik die Stellplatzsorgen ohne lang zu überlegen und der Platzwart schwingt sich auf sein E-Bike, um vorauszufahren und uns zu unserem neuen Spot zu bringen. Das Ganze ist überhaupt sehr typisch für das Alpencamping Nenzing: Den ganzen Tag über sind der Chef und der Platzwart auf dem Gelände unterwegs, schauen nach dem Rechten und halten für einen Plausch mit alteingesessenen Gästen an. Auch wenn der Platz vergleichsweise groß ist: Die Wege sind kurz und die Distanz zu den Besuchern minimal. Ein Paar aus Hessen, mit dem wir ins Gespräch kommen, erzählt uns, dass ihr vorab gebuchter Stellplatz versehentlich doppelt vergeben wurde. Dafür bekamen sie aber umgehend einen neuen – und auch einen besseren Preis. Mit dem Umbau des Campingplatzes herrscht zwar hier und da noch ein wenig Tohuwabohu, aber die Betreiber sind sofort mit einer Problemlösung zur Stelle und jederzeit greifbar. Und schließlich ist es auch eine unheimliche Herausforderung, die Qualität des Platzes aufrechtzuerhalten und gleichzeitig bei laufendem Betrieb das Prestigeprojekt Himmelchalets und Spa-Bereich umzusetzen.

Hochbetrieb, Umbau und trotzdem Entspannung

Laufender Betrieb heißt hier übrigens wirklich: jede Menge Betrieb. Bei unserem Besuch ist der Platz komplett ausgebucht – das heißt rund 500 Campinggäste. Trotzdem merken wir davon recht wenig: Es ist trotz Besuchermassen ruhig, an den Sanitäranlagen und den Spülen müssen wir nicht anstehen und am nächsten Tag haben wir das Schwimmbad für ein paar morgendliche Runden sogar ganz für uns allein. Zugegeben, der Besuch auf dem Luxusplatz ist für uns persönlich eher ungewöhnlich. Das Reinschnuppern in diese ganz andere Campingwelt war aber definitiv spannend – und dank Massagen, Pool und Pracht-Sanitäranlagen auch ein
richtiger Wellness-Trip.

<p class="caption">Natur, Natur, Natur, soweit das Auge reicht. Und Camper.</p>

Natur, Natur, Natur, soweit das Auge reicht. Und Camper.

Info


Alpencamping Nenzing

Der einzige „Leading Campingplatz“ Vorarlbergs punktet mit hervorragender Ausstattung und vielen Extras:

Ausstattung:

• große, ebene und grüne Stellplätze

• großzügige Sanitäranlagen, werden dreimal täglich gereinigt

• „Waschhus“ mit einzelnen Duschen und WCs, Waschmaschinen, Trockner

• „Bäderhus“ mit privaten Bädern

• Modernes Spülhaus

• Fahrrad- und Autoverleih

• Wellness- und Schwimmbadbereich mit Innen- und Außenpool, Saunaoase und Massagebereich

• Naturbadesee im Außenbereich im Entstehen, nur für Erwachsene

Extras:

• Camping-Laden und zwei Restaurants

• Jugendlodge mit LED-TV und Kicker

• Spielhäuser für Kinder bis 14 Jahre

• Kinder-Kino und Indoor-Spielparadies

• Spielplatz

• Sportplatz mit Fußballplatz

• Wander- und Freizeitprogramm

• Pferdereiten in vier Minuten Fußweg

• Stellplatz allgemein:
Groß, grün, gepflegt, mit Top-Aussicht – da bleiben keine Wünsche offen.

• Freundlichkeit:
Alle waren super freundlich, der Chef radelt persönlich über den Platz und kümmert sich um die Gäste.

• Sanitäranlagen:
So moderne, luxuriöse und gepflegte Anlagen haben wir noch auf keinem Platz gesehen!

• Extras:
Schwimmbad, Spa, Fahrrad- und sogar Autoverleih, privater Bus zum
Wandergebiet und, und, und ...

• Fazit: Auch wenn so viel Ressort-Charme nicht für jeden passt und mancher es lieber archaisch mag:
Das Alpencamping belegt seinen
Spitzenplatz in der Ländle-Liga
absolut zu Recht!