„Maxi“males Abenteuer

Nicht mit dem Zug oder dem Bus, sondern im Sattel zweier Puch Maxis machten sich Stefan und Andreas Taschner auf nach Amsterdam. 

Nicht mit dem Zug oder dem Bus, sondern im Sattel zweier Puch Maxis machten sich Stefan und Andreas Taschner auf nach Amsterdam. 

Stefan und Andreas Taschner wagten heuer eine abenteuerliche Reise. Auf dem Sattel zweier Puch Maxis ging es von Vorarlberg nach Amsterdam – Zivilpolizei und Schneefall inklusive!

Eine Zahn-OP war schuld, dass Stefan Taschner und sein Bruder Andreas Anfang des Jahres nicht wie geplant mit dem Fahrrad ins Burgenland fahren konnten. „Ich durfte keinen Sport machen, aber verreisen wollten wir trotzdem“, erklärt der 28-Jährige. Gesagt, getan – auf dem Sattel ihrer beiden Puch Maxis (Jahrgang 1976 und 1988) machten sie sich auf den Weg von Vorarlberg nach Amsterdam. „Mehr als 800 Kilometer sollten es nicht sein. Da hat sich Amsterdam als Ziel angeboten“, so Stefan. Mit jeder Menge Ersatzteile, Werkzeug und ein paar Klamotten im Gepäck starteten die Brüder mit zwei Freunden, die sie auf dem Rennrad begleiteten, in ihr Abenteuer.

Orientierung
durch Straßenschilder

Navi hatten die beiden keines. Sie haben sich zuvor die größeren Städte auf der Route notiert und sind dann losgefahren. „Klar haben wir morgens immer kurz die Strecke angesehen, allerdings haben wir uns dann immer an Schildern orientiert“, so Stefan. Dies habe eigentlich immer relativ gut geklappt. „Nur einmal dachte ich, ich kenne mich aus – dem war nicht so und wir mussten einen Hügel hinauftreten. Da war mein Bruder schon ein wenig sauer“, meint der 28-Jährige und lacht.

Nette Begegnungen

Bis auf diesen einen Zwischenfall sei die Stimmung unter den Brüdern aber immer gut gewesen. „Und auch die Menschen, die wir auf unserer Reise getroffen haben, waren immer alle richtig freundlich und wollten wissen, was wir da gerade machen“, erinnert sich Stefan zurück. Besonders die älteren Leute an Tankstellen und bei ihren Zwischenstopps zeigten sich an den alten Moped interessiert. Ebenfalls großes Interesse zeigten auch Zivilpolizisten kurz nach der niederländischen Grenze. „Die haben uns dann kurzenhand auf den Fahrradweg verbannt.“ Trotz der Erklärung, dass die Mopeds mit rund 40 km/h eigentlich viel zu schnell fahren würden, um auf dem Radweg unterwegs zu sein, kannten die Polizisten kein Pardon.

Ankunft in Amsterdam

Am 3. Mai erreichten die Brüder und ihre beiden Freunde auf dem Rennrad dann Amsterdam. „Unsere Ankunft haben wir dann auch gefeiert“, meint Stefan und lacht. Zurück nach Hause ging es dann aber nicht mehr im Sattel, sondern mit einem Freund, der die vier Abenteurer in Amsterdam abholte und sie mit dem Bus zurück ins Ländle brachte. Wohin die nächste Reise gehen soll, wissen Stefan und Andreas auch schon. „Wir wollen ins Burgenland fahren. Wie unser Großvater früher mit unserem Vater.“ Ob mit dem Fahrrad, auf der Puch Maxi oder mit einem ganz anderen, abenteuerlichen Verkehrsmittel, das gilt es wohl noch abzuwarten.

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