Bild

„Wir gestalten die Zukunft“

Das Manifest wurde von Stefan Abermann und einigen Teilnehmern vorgetragen. Foto: handout/AK Vorarlberg, Jürgen Gorbach

Das Manifest wurde von Stefan Abermann und einigen Teilnehmern vorgetragen. Foto: handout/AK Vorarlberg, Jürgen Gorbach

WANN & WO war mit dabei, als bei der Schaffarei in Hard ein kollektives Manifest zur Zukunft der Arbeit verfasst wurde.

Nicht nur Vorarlberger trafen sich an dem sonnigen Wochenende im Harder Stedepark. Auch begeisterte Zukunftsdenker aus Tirol, Liechtenstein und Deutschland beteiligten sich an der Entstehung des Manifestes. Generell war die ganze Gruppe bunt durchmischt – Männer und Frauen, Schüler und Senioren, Unternehmer und natürlich auch Arbeiter. Sie alle wollten ihren Teil zum Manifest für Vorarlberg beitragen.

Der Workshop

Das Manifest sollte im Zuge eines Workshops geschrieben werden. Dieser fand in einem Zirkuszelt am See statt und unterschied sich nicht nur aufgrund seiner Location von herkömmlichen Workshops. Die Teilnehmer wussten nicht, was sie erwarten würde. „Da wir bei einem Festival sind, stehen wir jetzt alle auf und bringen etwas Bewegung rein. Kommt bitte alle in einen Kreis zusammen.“ Mit diesen Worten beendete Christof Brockhoff, Leiter des Workshops, seine Ansprache und die Teilnehmer stellten sich in der Mitte des Zeltes auf. Dort wurden Spiele gespielt und die ersten Hypothesen über die Zukunft der Arbeit aufgestellt.

Zukunftsforscher und Waldhorn-Klänge

Um wieder für Ruhe zu sorgen, ließ der Workshop-Leiter sein Waldhorn ertönen und allen war klar: Jetzt sind die Spiele vorbei und es wird ernst. „Die Zukunft kommt nicht auf uns zu, wir gestalten sie“, sagte der Zukunftsforscher Holger Bramsiepe zu Beginn seines Vortrages über die Zukunft der Arbeit. Nach seinem Input wurden Fragen wie „Leben wir um, zu arbeiten, oder arbeiten wir, um zu leben?“ an die Runde gestellt und über die Arbeit und ihre Rolle im Jahr 2030 diskutiert. In kleinen Gruppen wurden Ideen dazu gesammelt und präsentiert. Diese wurden konkretisiert und am Ende des Workshops konnte ein fertiges Manifest vorgestellt werden.

Interpretationen
des Manifests

Das Ergebnis des Workshops blieb nicht einfach auf dem Papier stehen. Die Künstlerin Christine Lederer hatte schon vor dem Workshop einen „Arbeitsfunkenturm“ gebaut und erweiterte diesen mit ihren kreativen Ideen. Auch der Poetry-Slammer Stefan Abermann war vor Ort und stellte das Manifest auf seine eigene Art den Festivalbesuchern vor.

<p class="caption">Der Manifest-Workshop in Hard.</p>

Der Manifest-Workshop in Hard.