„Land muss eine aktivere Rolle spielen“

Martin Ohneberg, Präsident Industriellenvereinigung Vorarlberg: „Die Situation in Vorarlberg ist angespannt. Und das trotz der im Verhältnis hohen Einkommen der Menschen – insbesondere in der Industrie. Für viele bleibt zu wenig Spielraum für die eigene Wohnraumschaffung. Leistbares Wohnen ist zum Standortfaktor geworden. Die eine Lösung gibt es nicht, es geht um einen Maßnahmenmix wie zweckgebundene Förderungen, Deregulierung von Bauvorschriften oder das Fördern eines innovationsfreundlichen Umfelds im Wohnbau. Wir zeigen auch seit Längerem auf, dass höhere und verdichtetere Bauweisen in Vorarlberg möglich sein müssen. Das schafft im Verhältnis niedrigere Quadratmeterpreise und mehr öffentlichen Raum, der von der Allgemeinheit genutzt werden kann. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass die Raumplanung großflächiger gedacht werden muss und die öffentliche Hand – insbesondere das Land – eine aktivere Rolle spielen muss. Wir sind gerade an einem Wendepunkt und unterstützen die Initiativen des Landes, größer und zusammenhängender zu planen – das Land muss aber noch mehr Verantwortung übernehmen. Arbeiten, Leben und Wohnen in Vorarlberg sollte als Ganzes gesehen werden. Wir sehen vor allem im höher und verdichteteren Bauen einen wichtigen Hebel. Man muss sich nur trauen und das Allgemeininteresse im Blick haben.“

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