Eine Kampfansage andas Gasthaussterben!

Ein Dreamteam: Riccarda Borg ist die neue Gastgeberin des Rössle in Nenzing. Unterstützung bekommt sie nicht nur von ihrem Mann Michael, sondern auch vom gesamten Service- und Küchenteam, das hinter ihr steht. Foto: Sams

Ein Dreamteam: Riccarda Borg ist die neue Gastgeberin des Rössle in Nenzing. Unterstützung bekommt sie nicht nur von ihrem Mann Michael, sondern auch vom gesamten Service- und Küchenteam, das hinter ihr steht. Foto: Sams

Riccarda Borg haucht dem Gasthaus Rössle in Nenzing neues Leben ein – und das ist gut 15 mal so alt, wie sie selbst.

„Nein, geplant war das gar nicht“, lacht Riccarda Borg im Gespräch mit WANN & WO. „Und überhaupt kam das alles ziemlich ‚Knall auf Fall‘. Aber ich freue mich wahnsinnig, jetzt genau das machen zu können, was ich mir schon immer gewünscht habe.“ Dieser Traum der 26-jährigen Tourismus- und Gastronomie-Fachfrau, der nun in Erfüllung gegangen ist, ist nicht nur ziemlich groß, sondern auch ziemlich alt: Riccarda ist die neue Gastgeberin des gut 400 Jahre alten Gasthauses Rössle in Nenzing.

Tatkräftige Unterstützung

Aber es ist nicht nur Riccardas Traum, der sie antreibt – sie will auch aktiv etwas gegen das vielbeschworene und gefürchtete Gasthaussterben tun. „Ich will die junge Generation motivieren, wieder ins Gasthaus zu gehen“, bekräftigt die Bludenzerin. „Sie sollen sehen, dass man auch dort morgens gemütlich mit Freunden frühstücken kann, nachmittags entspannt einen Kaffee trinken und abends einen Drink nehmen und Leute treffen kann – und das ganz ohne altbackene Atmosphäre.“ Dafür legt sich Riccarda ganz schön ins Zeug. Aber nicht alleine: „Ich wusste, dass mein Mann Michael mir neben seiner Arbeit hilft, aber nicht, dass er sogar bis spät in die Nacht mit mir an Buchungssystemen feilt oder Keller und Dachboden durchstöbert“, freut sich die 26-Jährige. „Und außerdem habe ich ein ganz großartiges Service- und Küchenteam hinter mir, das mir den Rücken frei hält, damit ich als angestellte Geschäftsführerin meinen administrativen Aufgaben nachgehen kann – und natürlich auch den kreativen, für die mein Herz schlägt!“

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