Zwischen Blog und Privatleben

Kreative und lässige Bilder sind Anna-Marias Markenzeichen. Fotos: handout/Anna-Maria Zöchbauer

Kreative und lässige Bilder sind Anna-Marias Markenzeichen. Fotos: handout/Anna-Maria Zöchbauer

„Mom Blogger“ werden oft zur Zielscheibe von Kritik und Angriffen. Die Feldkircherin Anna-Maria zeigt jedoch, dass nicht alle von ihnen unüberlegt Kinderfotos posten.

Der kleine Ben Philipp beim Kuscheln mit Mama Anna-Maria im Bett, auf den Schultern von Papa Max beim Spaziergang im Wald oder dick eingepackt beim Winterausflug mit seinen Eltern – die 24-jährige Feldkircherin zeigt ihren 20.000 Instagram-Followern typische Motive, wie sie die meisten „Mom Blogger“ posten. Aber eine Sache unterscheidet sie dann doch von anderen Instagramm-erinnen: Ihr einjähriger Sohn ist nie frontal zu sehen. Und überhaupt bei weitem nicht auf jedem Foto. „Ich dachte mir, dass Themen wie Schwangerschaft, Erziehung und Familienalltag auch für andere werdende Mütter interessant sein könnten und ich auf meinem Account meine Erfahrungen weitergeben könnte“, erklärt Anna-Maria im Gespräch mit WANN & WO. „Ich gehe aber sehr achtsam damit um, was ich veröffentliche. Da ich neben Familienbildern und Babyfotos, hauptsächlich Inspo-Bilder, also inspirierende Themenfotos, mache, steht Ben Philipp nicht im Vordergrund.“

Nicht alles teilen

Die 24-Jährige kennt die Vorurteile gegenüber „Mom Bloggern“: Ihnen wird beispielsweise oft vorgeworfen, nur auf Likes aus zu sein und ihre Kinder dafür zu benutzen. Das würde sie selbst aber keinesfalls machen. „Unser Sohn Ben Philipp ist der Mittelpunkt unseres Lebens und gerade in seinem Alter braucht ein Kind unglaublich viel Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit. Natürlich würde ich niemals etwas machen, das ihm schaden könnte. Grundsätzlich halte ich es so: Viel Schönes und Positives teile ich gerne, das wenig weniger Schöne halte ich privat“, erklärt Anna-Maria. „Wie bei fast allem gibt es immer Menschen, welche anderer Meinung sind und dies manchmal beleidigend mitteilen. Zum Glück sind die allermeisten Reaktionen aber sehr positiv.“ Schließlich hält die Feldkircherin auch immer mal ihr Freund Max zurück, wenn sie doch zu viel Zeit und Inhalt in ihren Account steckt. „Da ich ein sehr spontaner Mensch bin, ist es richtig und gut, dass er mich gelegentlich etwas bremst.“ Dabei haben die beiden, die bereits seit mehr als zwei Jahren ein Paar sind, bereits im Vorfeld der Geburt von Ben Philipp genau überlegt, was einmal bei Instagram landen soll. „Wir haben oft diskutiert und uns genau überlegt, was wir mit anderen teilen wollen – natürlich auch manchmal kontrovers.“ Ihr Freund ist es auch, der für ihre lässigen und professionellen Fotos mitverantwortlich ist. „Max, der unter anderem die Kunstschule absolviert hat, und mein Bruder Julian stehen oft für mich hinter der Kamera“, schildert Anna-Maria. „Viele Fotos mache ich aber auch selbst. Das rohe Foto bearbeite ich dann mit einem meiner eigenen Filter. Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und lasse mich von den Dingen um mich herum inspirieren.“

„Unser Sohn ist der Mittelpunkt unseres Lebens. Wir würden niemals etwas machen, das ihm schaden könnte.“ Anna-Maria, „Mom Bloggerin“

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