Umfrage – Wurdest du schon einmal rassistisch beleidigt?

Sindy, 13, Feldkirch: „Ein Vorfall hat sich im Bus ereignet: Eine Gruppe erwachsener Männer kam auf mich zu und hat mich umzingelt. Dann haben diese Männer auf mich eingeredet und mich beleidigt. Unter anderem sagten sie zu mir: ‚Du Nega, geh wieder da hin, wo du herkommst.‘ Ich habe das nicht auf mir sitzen lassen und ihnen gesagt, dass ich aus Vorarlberg komme und schon mein ganzes Leben lang hier bin. Daraufhin sind sie näher gekommen und haben gesagt, ich solle sofort aussteigen. Da ich keinen Stress anfangen wollte, bin ich dann lieber ausgestiegen.“

Sindy, 13, Feldkirch: „Ein Vorfall hat sich im Bus ereignet: Eine Gruppe erwachsener Männer kam auf mich zu und hat mich umzingelt. Dann haben diese Männer auf mich eingeredet und mich beleidigt. Unter anderem sagten sie zu mir: ‚Du Nega, geh wieder da hin, wo du herkommst.‘ Ich habe das nicht auf mir sitzen lassen und ihnen gesagt, dass ich aus Vorarlberg komme und schon mein ganzes Leben lang hier bin. Daraufhin sind sie näher gekommen und haben gesagt, ich solle sofort aussteigen. Da ich keinen Stress anfangen wollte, bin ich dann lieber ausgestiegen.“

<p>Vincent, 33, Feldkirch: „Ich werde auffallend häufig polizeilich kontrolliert – jedenfalls definitiv häufiger als die meisten Hellhäutigen. Ich bin seit mittlerweile drei Jahren mit einer Österreicherin verheiratet, wir haben auch Kinder. Das ist offenbar der Anlass, dass uns immer wieder von Vorarl-bergern unterstellt wird, wir seien Sozialschmarotzer und würden nur vom Staat leben. Das stimmt aber nicht. Ich gehe seit Jahren in Vollzeit arbeiten, meine Frau arbeitet geringfügig. Wir verdienen unser eigenes Geld und finanzieren unser Leben komplett selbst.“</p>

Vincent, 33, Feldkirch: „Ich werde auffallend häufig polizeilich kontrolliert – jedenfalls definitiv häufiger als die meisten Hellhäutigen. Ich bin seit mittlerweile drei Jahren mit einer Österreicherin verheiratet, wir haben auch Kinder. Das ist offenbar der Anlass, dass uns immer wieder von Vorarl-bergern unterstellt wird, wir seien Sozialschmarotzer und würden nur vom Staat leben. Das stimmt aber nicht. Ich gehe seit Jahren in Vollzeit arbeiten, meine Frau arbeitet geringfügig. Wir verdienen unser eigenes Geld und finanzieren unser Leben komplett selbst.“

<p>Selma, 38, Feldkirch: „Ich habe schon sehr viele Geschichten miterleben müssen, auch wenn sie freilich nicht mich selbst, sondern meine Kinder trafen. Eine besonders schlimme liegt schon einige Zeit zurück: Ich fuhr mit meiner Tochter Latisha, die damals etwa zwei Jahre alt war und im Buggy saß, im Bus. Uns gegenüber saß eine alte Frau, vielleicht an die 70. Plötzlich spuckte diese Frau meiner Tochter unvermittelt ins Gesicht! Voller Schock schrie ich sie an, was das solle. Und zum Glück hielten auch die anderen Fahrgäste zu mir und die Frau wurde aus dem Bus verwiesen.“</p>

Selma, 38, Feldkirch: „Ich habe schon sehr viele Geschichten miterleben müssen, auch wenn sie freilich nicht mich selbst, sondern meine Kinder trafen. Eine besonders schlimme liegt schon einige Zeit zurück: Ich fuhr mit meiner Tochter Latisha, die damals etwa zwei Jahre alt war und im Buggy saß, im Bus. Uns gegenüber saß eine alte Frau, vielleicht an die 70. Plötzlich spuckte diese Frau meiner Tochter unvermittelt ins Gesicht! Voller Schock schrie ich sie an, was das solle. Und zum Glück hielten auch die anderen Fahrgäste zu mir und die Frau wurde aus dem Bus verwiesen.“

<p>Sonja, 44, Dornbirn: „Ich habe ein Pflegekind aufgenommen, den achtjährigen Alessandro. Er lebt seit fünf Jahren bei mir. Wir hatten anfangs natürlich schon Angst, wie er hier aufgenommen werden würde – gerade in der Schule, unter all den für ihn fremden Kindern. Wir haben deshalb auch im Vorfeld mit dem Direktor gesprochen und es lief schlussendlich wirklich problemlos ab. In der Öffentlichkeit hingegen gibt es schon mal komische oder abschätzige Blicke. Aber die ignorieren wir, das ist es uns nicht wert, uns darüber aufzuregen.“</p>

Sonja, 44, Dornbirn: „Ich habe ein Pflegekind aufgenommen, den achtjährigen Alessandro. Er lebt seit fünf Jahren bei mir. Wir hatten anfangs natürlich schon Angst, wie er hier aufgenommen werden würde – gerade in der Schule, unter all den für ihn fremden Kindern. Wir haben deshalb auch im Vorfeld mit dem Direktor gesprochen und es lief schlussendlich wirklich problemlos ab. In der Öffentlichkeit hingegen gibt es schon mal komische oder abschätzige Blicke. Aber die ignorieren wir, das ist es uns nicht wert, uns darüber aufzuregen.“

<p>Michi, 35, Feldkirch: „Mein Mann ist Schwarz, wir haben zusammen sechs Kinder – das ist oft schon Anlass genug für rassistische Kommentare. Ein krasses Beispiel ereignete sich im Bus. Ich war gerade schwanger und saß neben meinem Mann. Dann stieg eine ältere Dame ein und mein Mann stand sofort auf, um ihr seinen Platz anzubieten. Doch von der Frau kam nur die Antwort: ‚Neben eine Negerhure setze ich mich nicht!‘ Mein Sohn Jason musste wegen Rassismus schon einmal die Schule wechseln – dabei ging das auch von seinem damaligen Lehrer aus.“</p>

Michi, 35, Feldkirch: „Mein Mann ist Schwarz, wir haben zusammen sechs Kinder – das ist oft schon Anlass genug für rassistische Kommentare. Ein krasses Beispiel ereignete sich im Bus. Ich war gerade schwanger und saß neben meinem Mann. Dann stieg eine ältere Dame ein und mein Mann stand sofort auf, um ihr seinen Platz anzubieten. Doch von der Frau kam nur die Antwort: ‚Neben eine Negerhure setze ich mich nicht!‘ Mein Sohn Jason musste wegen Rassismus schon einmal die Schule wechseln – dabei ging das auch von seinem damaligen Lehrer aus.“