„Besondere Herausforderung“


              „Der Zugang zu Bildung“
            Veronika Marte, Bildungssprecherin ÖVP: „Es ist besonders wichtig, schon sehr früh mit der Sprachförderung zu beginnen. Wir machen das schon in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Kindergärten. Das Lehrpersonal hat hier natürlich mit ganz besonderen Herausforderungen zu tun, hier sollte deshalb auch nach gegebenem Bedarf – soweit es möglich ist – unterstützt werden. Eine gemeinsame Sprache ist für die Schule sehr wichtig, um Wissen vermitteln zu können. Sprache ist der Zugang zu Bildung. Wenn wir keine gemeinsame Sprache haben, kann das natürlich zu Ungereimtheiten und Missverständnissen führen. Ich glaube, dass zuerst die Grundkompetenzen gelernt werden müssen – unterstützend auch gerne mit neuen Medien. Eine Sprache kann aber nur in Interaktion, einem sogenannten Sprachbad, erlernt werden. Neue Medien können dabei eine zusätzliche Form der Didaktik darstellen. Das Elternhaus ist selbstverständlich ein sehr wichtiger Partner. Eltern sollten wissen, wie wichtig es für die Zukunft der Kinder ist, die deutsche Sprache zu sprechen. Sprache ermöglicht den Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mit Programmen wie ,Kein Kind zurücklassen‘ sowie Angeboten der Elternbildung versuchen wir, in diesen Bereichen zu sensibilisieren. Ich glaube, wir sind hier in Vorarlberg auf einem guten Weg. Wir setzen seit einigen Jahren beim Thema Sprache einen Schwerpunkt, an dieser Stelle seien auch die MINT-Strategien, Überprüfungen durch BESK (Beobachtungsbogen zur Erfassung der Sprachkompetenz), Deutsch-Kurse sowie Sprachförderkonzepte und -programme genannt. Aber natürlich gibt es immer Luft nach oben.“

„Der Zugang zu Bildung“

Veronika Marte, Bildungssprecherin ÖVP: „Es ist besonders wichtig, schon sehr früh mit der Sprachförderung zu beginnen. Wir machen das schon in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Kindergärten. Das Lehrpersonal hat hier natürlich mit ganz besonderen Herausforderungen zu tun, hier sollte deshalb auch nach gegebenem Bedarf – soweit es möglich ist – unterstützt werden. Eine gemeinsame Sprache ist für die Schule sehr wichtig, um Wissen vermitteln zu können. Sprache ist der Zugang zu Bildung. Wenn wir keine gemeinsame Sprache haben, kann das natürlich zu Ungereimtheiten und Missverständnissen führen. Ich glaube, dass zuerst die Grundkompetenzen gelernt werden müssen – unterstützend auch gerne mit neuen Medien. Eine Sprache kann aber nur in Interaktion, einem sogenannten Sprachbad, erlernt werden. Neue Medien können dabei eine zusätzliche Form der Didaktik darstellen. Das Elternhaus ist selbstverständlich ein sehr wichtiger Partner. Eltern sollten wissen, wie wichtig es für die Zukunft der Kinder ist, die deutsche Sprache zu sprechen. Sprache ermöglicht den Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mit Programmen wie ,Kein Kind zurücklassen‘ sowie Angeboten der Elternbildung versuchen wir, in diesen Bereichen zu sensibilisieren. Ich glaube, wir sind hier in Vorarlberg auf einem guten Weg. Wir setzen seit einigen Jahren beim Thema Sprache einen Schwerpunkt, an dieser Stelle seien auch die MINT-Strategien, Überprüfungen durch BESK (Beobachtungsbogen zur Erfassung der Sprachkompetenz), Deutsch-Kurse sowie Sprachförderkonzepte und -programme genannt. Aber natürlich gibt es immer Luft nach oben.“

Wie nehmen die Bildungssprecher der Vorarlberger Parteien die Situation an Schulen im Ländle in Sachen Sprache, Integration und Migration wahr? W&W hat nachgefragt.

Den Auftakt machen in dieser Ausgabe die Bildungssprecherinnen der beiden Voarlberger Regierungsparteien, Veronika Marte von der Volkspartei sowie Eva Hammerer von den Grünen. WANN & WO befragte sie zu unterschiedlichen Themen im Bereich „Sprache, Migration und Bildung“ (die komplette Fragestellung in der Randspalte links). Beide sind sich einig, dass man in Vorarlberg in vielen Punkten auf einem guten Weg ist, es allerdings auch noch „Luft nach oben gibt“.

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              „Eltern spielen wichtige Rolle“
            </p><p class="title">Eva Hammerer, Bildungssprecherin Grüne: „Fragt man PädagogInnen nach den Herausforderungen, kommt sofort Personalmangel zur Sprache. Es braucht ein gutes Team, um den SchülerInnen ein Lernen nach ihrem Leistungsstand zu ermöglichen. Und auch nur wer die Muttersprache richtig beherrscht, kann eine zweite Sprache gut lernen. Bei der Evaluierung der Sprachkenntnisse muss frühestmöglich angesetzt werden. Am besten lernen die Kinder über gute Beziehungen, Integration und Freundschaften mit deutschsprachigen Kindern. In jahrgangsgemischten Klassen mit offener Pädagogik, ohne ,Frontalunterricht‘, können die Schüler sich nach ihrem Können entfalten. Auch unter den Deutschsprachigen gibt es Unterschiede bei Lerntempo und Talenten. Neue Medien sind nicht nur bei Kindern nicht-deutscher Muttersprache ein Problem. Die Jungen schauen allgemein nur noch in ihr Smartphone. Hier stellen sich dann weitere Fragen nach der Interaktion und der Kommunikation der Kinder. Die Eltern sind sehr wichtig, es geht auch darum, wie sehr sich diese selbst in der Gesellschaft willkommen fühlen. Zudem ist erwiesen: Je höher der Bildungsgrad der Eltern, desto besser die Voraussetzungen für die Kinder. Von Deutschklassen halte ich übrigens nichts: Dort sprechen die Kinder erst recht in ihrer Muttersprache und solidarisieren sich miteinander, was wieder zu Parallelwelten führt. Im Vereinsleben können wir punkten. Würde man die Vereine in den Schulalltag integrieren, hätte das nur Vorteile: Sprachbarrieren überwinden, sozialen Zusammenhalt stärken, Bewegungsmangel und Personalknappheit in der Schülerbetreuung entgegenwirken. In der Integration haben wir viel verpasst, man kann aber aus Fehlern lernen. Klar ist: durch Separation entsteht kein Miteinander.“</p>

„Eltern spielen wichtige Rolle“

Eva Hammerer, Bildungssprecherin Grüne: „Fragt man PädagogInnen nach den Herausforderungen, kommt sofort Personalmangel zur Sprache. Es braucht ein gutes Team, um den SchülerInnen ein Lernen nach ihrem Leistungsstand zu ermöglichen. Und auch nur wer die Muttersprache richtig beherrscht, kann eine zweite Sprache gut lernen. Bei der Evaluierung der Sprachkenntnisse muss frühestmöglich angesetzt werden. Am besten lernen die Kinder über gute Beziehungen, Integration und Freundschaften mit deutschsprachigen Kindern. In jahrgangsgemischten Klassen mit offener Pädagogik, ohne ,Frontalunterricht‘, können die Schüler sich nach ihrem Können entfalten. Auch unter den Deutschsprachigen gibt es Unterschiede bei Lerntempo und Talenten. Neue Medien sind nicht nur bei Kindern nicht-deutscher Muttersprache ein Problem. Die Jungen schauen allgemein nur noch in ihr Smartphone. Hier stellen sich dann weitere Fragen nach der Interaktion und der Kommunikation der Kinder.
Die Eltern sind sehr wichtig, es geht auch darum, wie sehr sich diese selbst in der Gesellschaft willkommen fühlen. Zudem ist erwiesen: Je höher der Bildungsgrad der Eltern, desto besser die Voraussetzungen für die Kinder. Von Deutschklassen halte ich übrigens nichts: Dort sprechen die Kinder erst recht in ihrer Muttersprache und solidarisieren sich miteinander, was wieder zu Parallelwelten führt. Im Vereinsleben können wir punkten. Würde man die Vereine in den Schulalltag integrieren, hätte das nur Vorteile: Sprachbarrieren überwinden, sozialen Zusammenhalt stärken, Bewegungsmangel und Personalknappheit in der Schülerbetreuung entgegenwirken. In der Integration haben wir viel verpasst, man kann aber aus Fehlern lernen. Klar ist: durch Separation entsteht kein Miteinander.“

<p class="caption">Themenschwerpunkt Migration und ­Sprache in der Schule.  Fotos: APA, Lerch, Stiplovsek, ÖVP, Grüne</p>

Themenschwerpunkt Migration und ­Sprache in der Schule.  Fotos: APA, Lerch, Stiplovsek, ÖVP, Grüne

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