Weltfrauentag: „Sex sells“ vs. „Heimat großer Töchter“

Bei WANN & WO wird Frauenpower groß geschrieben. Fotos: WANN & WO

Bei WANN & WO wird Frauenpower groß geschrieben. Fotos: WANN & WO

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März blickt WANN & WO auf Meilensteine, die erreicht wurden, die es noch zu erreichen gilt und wo vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen wurde.

Einkommensunterschiede, Sexualisierung und Diskriminierung von Frauen in Werbung und Musik und die Namen von Sturmtiefs: Gleichberechtigung hat viele Gesichter. Doch sind alle Maßnahmen zur Gleichberechtigung der Geschlechter auch gleich berechtigt?

Gleich(wertig)e Arbeit

Die gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit ist den Vorarlbergern ein wichtiges Anliegen. „Frauen leisten mindestens genauso viel, wie wir Männer. Wenn nicht sogar mehr“, argumentiert Markus Gmeiner aus Dornbirn bei einer Straßenumfrage von WANN & WO zum Thema. Zwar wird viel über den Gender Pay Gap diskutiert, nicht zuletzt wegen unterschiedlichsten Zahlen, die kursieren. Doch der Lohnunterschied ist Fakt und es gilt noch wichtige Schritte zu gehen, um die Gehaltsschere zu schließen. Denn selbst wenn der bereinigte Gender Pay Gap unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Branche, Beruf, Bildungsniveau und Beschäftigungsausmaß deutlich niedriger ausfällt als der unbereinigte, weist dies auf andere Probleme hin. Einerseits, dass Berufe, in denen vermehrt Frauen tätig sind, schlechter bezahlt werden. Andererseits, dass pflegende und erzieherische Aufgaben im privaten Umfeld, die ebenfalls meist von Frauen übernommen werden, nicht angerechnet oder gar bezahlt werden. Weshalb vor allem Frauen von Altersarmut betroffen sind.

Die „mitgemeinte Frau“

Das Binnen-I halten hingegen nicht alle für gleich sinnvoll. „Es stört beim Lesen eines Textes“, meint Nadja Schilling aus Bildstein bei der Umfrage. Sabrina Ida Steiner aus Dornbirn hingegen hält es für wichtig, um sich der Rolle der Frau bewusst zu werden und auch Andrea Huber aus Bregenz findet „die mitgemeinte Frau ist nicht genug“ und plädiert für das Binnen-I.

Sturmtief „Sabine“

Daran, dass die Sturmtiefs lange Zeit nur weibliche Namen trugen, stören sich nur wenige. Die Tatsache, dass nach Vorwürfen der Diskriminierung seit 1998 Sturmtiefs in geraden Jahren wie 2020 weibliche und in ungeraden Jahren nun auch männliche Namen tragen, amüsiert beispielsweise Markus Gmeiner.

Eine Frage der Priorität

Das Einfordern der Gleichberechtigung von Mann und Frau ist zweifelsohne wichtig, sind sich auch die Telnehmer der Umfrage einig. „Nicht jedes Problem hat allerdings die gleiche Priorität“, bringt es Sabrina Ida Steiner auf den Punkt.

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