„Heute ist es bunter“

Das Sportangebot in der Arena ist vielfältig. Die Jugendlichen spielen Billard, Tischfußball und Basketball.  Fotos: Wohlgenannt

Das Sportangebot in der Arena ist vielfältig. Die Jugendlichen spielen Billard, Tischfußball und Basketball.  Fotos: Wohlgenannt



Cihan An (40) aus Dornbirn war selbst als Jugendlicher in dem Jugendhaus. „Eigentlich ist es gar nicht viel anders“, erinnert sich der Dornbirner zurück. Schon damals hätten sich Jugendliche in der Arena getroffen, gemeinsam gespielt und Zeit zusammen verbracht. „Das ist heute noch genau so.“ 2004 machte An die Ausbildung zum Jugendarbeiter und inzwischen leitet er das Jugendhaus in Dornbirn Schoren.

Jugendkultur

Generationenübergreifend

„Früher waren die Eltern da, heute sind es deren Kinder“, erzählt An und lächelt dabei. Dadurch genieße die Arbeit in der Arena große Werschätzung. „Aufgrund der langjährigen MitarbeiterInnen und damit der langanhaltenden Beziehungskonstanz, genießt das Jugendhaus Arena ein großes Vertrauen ganzer Generationen von BesucherInnen unterschiedlichster Milieus“, betont Martin Hagen, Geschäftsführer der Offenen Jugendarbeit Dornbirn (OJAD). Außerdem ermögliche das mehrsprachige Team „vielfältige interkulturelle Begegnungen“.

„Heute ist es bunter“

Sehr interkulturell sei die Arena im Vergleich zu früher geworden, erzählt An. Damals seien viele Besucher türkischer und ex-jugoslawischer Herkunft gewesen. „Heute ist es bunter“, beschreibt An das Zusammenleben in dem Jugendhaus. „Die Arena steht für gelebte Gastfreundschaft durch eine wertschätzende Grundhaltung.“ Diese Grundhaltung und Methode habe sich bewährt. Denn ältere Jugendliche lebten diese Grundhaltung Neuankömmlingen vor. „Peer to peer education“, ist An stolz auf den Umgang miteinander. Das zieht Jugendliche aus ganz Vorarlberg in das Jugendhaus
nach Dornbirn.

Die Zukunft der Arena

Die Diskussion um die Neubauarbeiten des Gebäudes halten an. Was danach mit der Arena passiert, ist noch nicht ganz klar. „Wir hoffen, dass wir den Standort hier behalten dürfen“, sind sich An und Jugendarbeiterin Yasemin Polat (33) einig. „Sie (die Jugendlichen) brauchen Platz, um sich zu entfalten“, erklärt die Dornbirnerin. Die Arena sei ein „Wohnzimmer, indem sie akzeptiert und respektiert werden. So wie sie sind.“ Die Arena leistet auch Integrationsarbeit. Wie Polat erklärt, bekommen die Jugendlichen in der Arena Werte vermittelt und das in einem gewaltfreien Raum. Auch Bildungs- und Beschäftigungsprojekte werden angeboten. Dabei wird Jugendlichen geholfen, einen Schulabschluss nachzuholen und auch bei der Jobsuche erhalten sie Unterstützung. Wie wichtig das Jugendhaus ist, bestätigen die Jugendlichen, wenn sie die Arena und alle Beteiligten als ihre „Familie“ bezeichnen.

<p class="caption">Die Arena im Jahre 2001.</p>

Die Arena im Jahre 2001.

<p class="caption">Umbauarbeiten 2014.</p>

Umbauarbeiten 2014.

<p class="caption">Die Jugendlichen spielten 2016 schon Billard in der Arena.  Fotos: Arena, OJAD (3)</p>

Die Jugendlichen spielten 2016 schon Billard in der Arena.  Fotos: Arena, OJAD (3)

Jugendhaus Arena

Leitung: Cihan An

Adresse: Rundfunkplatz 3, Dornbirn

Kontakt: arena@ojad.at

Angebot: Tischfußball, Billard,

Basketball, Workshops uvm.

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