Damit die Welt cool bleibt!

Knapp 70 Personen nahmen am „Generationtalk Klimakrise!“ teil. Fotos: freigeist arbogast/Pete Ionian

Knapp 70 Personen nahmen am „Generationtalk Klimakrise!“ teil. Fotos: freigeist arbogast/Pete Ionian

Kaum ein Thema brennt den Generationen so sehr auf den Nägeln wie die Klimakrise. Während oft gegenseitige Beschuldigungen stattfinden, wollte der „Generationtalk Klimakrise!“ einen anderen Zugang eröffnen.

Die Unerschrockenheit der Jungen traf auf die Weisheit der Alten. Am vergangenen Dienstag wurden Jung und Alt im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast zusammengebracht. Austausch und Dialog standen im Zentrum des „Generationtalk Klimakrise!“. Knapp 70 Teilnehmer hörten voneinander, diskutierten miteinander, standen füreinander ein, forderten einander auch durchaus heraus und bauten Vorurteile ab. In vielen Dingen unterscheiden sich die 15- bis 20-Jährigen von den über 55-Jährigen. Doch es gibt auch viele Gemeinsamkeiten, generationenübergreifende Hoffnungen und Visionen für unsere Gesellschaft, unser Miteinander und ein gutes Leben für alle. Die Idee der Veranstaltung, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit direkter Austausch passieren kann konnte, funktionierte auf beeindruckende Weise. Auf diesem Nährboden entstanden viele spannende und lehrreiche Begegnungen in gegenseitiger Wertschätzung und auf Augenhöhe. In Sachen Intensität und Wirksamkeit wurden alle Erwartungen übertroffen! „Der ‚Generationtalk Klimakrise!‘ war ein Tag voller spannender Gespräche und Begegnungen, der alle Erwartungen übertroffen und sicher nicht nur mich persönlich begeistert hat! Die Unerschrockenheit der Jungen und die Weisheit der Alten stand im Pressetext und genau diese beiden Energien
waren auch spürbar“, beschreibt Peter Ionian, Bildungsreferent von „freigeist arbogast“ den Tag.

Meinungen und Ansichten

Nach einem gemütlichen Get-
Together mit Kaffee, Tee, Croissants und einer kurzen Begrüßung ging es in den großen Saal zu Zweiergesprächen von Jung und Alt. Vom ersten Moment an prickelte die Luft. Der Geräuschpegel glich dem auf einem Marktplatz. Die beiden Generationen machten einen Senkrechtstart direkt in die Gespräche. Felderprojekte begleiteten den ganzen Tag mit einer rahmen-
gebenden Moderation. Inhaltlich war alles offen, alles durfte gesagt werden, jeder durfte er selbst sein, mit seinen Meinungen und Ansichten. So kamen bereits in einem ersten Beispieldialog unterschiedlichste Beiträge zusammen. Konkrete persönliche Maßnahmen, wie der Verzicht auf Fleisch, aber auch große wirtschaftliche Zusammenhänge und die entsprechenden Herausforderungen. Das alles wurde dann in einzelnen Dialoggruppen vertieft, wo jeder zu Wort kommen konnte. Anfangs hatten einzelne Teilnehmer die Sorge, dass alle, die mit dabei waren, eine ähnliche Einstellung zu dem Thema hätten. Alle aus der gleichen „Bubble“ sozusagen. Doch trotz des gemeinsamen Interesses am Thema gab es verschiedene Zugänge. Somit war Spannung in den Gesprächen, immer aber mit dem gemeinsamen Ziel, nämlich Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schaffen.

„Schauen wir, dass es cool bleibt auf unserer Erde!“

Nach dem Mittagessen gab es eine erste Ernte der Erkenntnisse des Vormittags. Diese waren, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann und soll. Dass wir in Gruppen, in der Zusammenarbeit und als Kollektiv viel mehr erreichen können. Dass es auch eine politische Verantwortung gibt, die eingefordert werden sollte. Dass Bildung die Grundlage für ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge ist. Dass die Ungerechtigkeit zwischen dem globalen Süden und uns, dem reichen Norden, abgebaut werden muss. Dass wir unseren Wohlstand mit viel mehr Dankbarkeit und auch mit viel mehr Genügsamkeit wahrnehmen sollten. Die besten Sager in der Schlussrunde waren: „So ein Tag zeigt, dass wir nicht allein sind!“, „Steht zu eurem Unmut und bleibt dran!“, „Wir schaffen das nur zusammen, Hand in Hand!“ und „Schauen wir, dass es cool bleibt auf unserer Erde!“. PI

<p class="caption">Beim „Generationtalk Klimakrise!“ haben Jung und Alt zusammen an Lösungen gearbeitet.</p>

Beim „Generationtalk Klimakrise!“ haben Jung und Alt
zusammen an Lösungen gearbeitet.

„Der ‚Generationtalk Klimakrise!‘ war ein Tag voller spannender Gespräche und Begegnungen, der alle Erwartungen übertroffen und sicher nicht nur mich persönlich begeistert hat! Die Unerschrockenheit der Jungen und die Weisheit der Alten stand im Pressetext und genau diese beiden Energien waren auch spürbar!“

Pete Ionian, Bildungsreferent „freigeist arbogast“:

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